Die Fraktionen von SPD, Linken, Südharzer Bürgerliste sowie Bündnis 90/Die Grünen fordern im Stadtrat von Nordhausen, den geplanten städtischen Zuschuss für den Verein Studio 44 von derzeit 20.000 Euro auf die ursprünglich beantragten 40.000 Euro anzuheben. Das haben die vier Fraktionschefs – Georg Müller (SPD), Alexander Scharff (Linke), Marko Rossmann (Bürgerliste) und Wilma Busch (Grüne) – in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt.

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Der Verein hatte im Ausschuss für Generationen, Bildung und Sport die Gelegenheit, seine wichtige Arbeit sowie die dringende Notwendigkeit des beantragten Zuschusses ausführlich darzustellen. Im Fachausschuss wurde die Schatzmeisterin des Vereins gezielt gefragt, welche konkreten Auswirkungen eine Bewilligung in Höhe von lediglich 20.000 Euro – anstelle der beantragten 40.000 Euro – hätte. Ihre Antwort war eindeutig und glaubhaft: Eine solche Kürzung wäre absolut existenzbedrohend für den Verein. 

Die vier Fraktionen haben daraufhin im Finanzausschuss fraktionsübergreifend einen Antrag auf Anhebung auf 40.000 Euro eingebracht, um die Vereinsarbeit zu sichern. Dieser fand keine Mehrheit.

Selbst die Kämmerei stellte fest, dass durch eine aktuell unbesetzte Sozialarbeiterstelle innerhalb derselben Haushaltsstelle eine Erhöhung der Förderung auf 40.000 Euro ohne eine zusätzliche Aufstockung des Gesamtbudgets möglich wäre. 

Kein anderer Verein wird in Nordhausen derart beschnitten

Besonders irritierend ist für die vier Fraktionen, dass kein einziger anderer Vereinsantrag in diesem Haushaltsjahr lediglich in Höhe von 50 Prozent berücksichtigt wurde. Ein solcher Einschnitt trifft einen Verein, der seit Jahren unter schwierigen Bedingungen eine außergewöhnliche kulturelle, pädagogische und soziale Arbeit leistet. 

Die vier Fraktionen appellieren an die CDU-Fraktion, ihr Votum im Finanzausschuss zu überdenken. Ihr Wunsch ist es, diesen Antrag im Stadtrat gemeinsam mit der CDU einzubringen – als starkes, überparteiliches Signal für dieses wichtige Projekt. Ebenso fordern sie die Stadtverwaltung auf, ihre Entscheidung zu korrigieren und die beantragten 40.000 Euro in voller Höhe bereitzustellen. Letzteres würde eine Abstimmung im Stadtrat erübrigen. 

Der Verein Studio 44 wird seit jeher fraktionsübergreifend als Leuchtturm-Projekt der soziokulturellen Arbeit in Nordhausen anerkannt – ein Projekt, wie man es in Städten vergleichbarer Größe kaum findet und auf das die Stadt zu Recht stolz ist. 

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Dass das Projekt aktuell nur durch außergewöhnliches persönliches Engagement und viele ehrenamtlich geleistete Stunden aufrechterhalten werden kann, verdeutlicht die besondere Verantwortung der Stadt, die Förderung zu sichern und langfristig zu gewährleisten. red