Eine Sternwanderung ist am Ostermontag, 21. April, im Südharz geplant. Sie ist besonders. Denn die Teilnehmer protestieren gegen die geplante Errichtung von 15 Windrädern im Südharzer Wald (unsere Zeitung berichtete). „Der Protest richtet sich darüber hinaus gegen alle Windkraftanlagen im Wald“, erklärt Bernd Ohlendorf vom Organisationsteam. „Wald muss Wald bleiben.“
Aufgerufen zum Protest haben zwei Bürgerinitiativen sowie der Kreisverband Mansfeld-Südharz des Naturschutzbundes (Nabu). Vor allem durch die Trockenheit sind seit dem Jahr 2018 die Fichtenwälder verdurstet, zusammengebrochen und größtenteils abgeräumt. „Auf diesen Flächen hat sich in kürzester Zeit geradezu explosiv eine mannigfaltige Artenvielfalt eingestellt“, argumentieren die Bürgerinitiativen, „was so in Fichtenmonokulturen nicht möglich gewesen wäre.“
Während einer friedlichen und naturfreundlichen Sternwanderung wollen die Teilnehmer auf die Besonderheiten im Naturraum verweisen. Um 12 Uhr wollen sich die Wanderer auf der „Großen Harzhöhe“ treffen. Von hier ist es noch möglich, über weite Teile des Harzes bis zum Brocken ohne Windkraftanlagen zu schauen. Von der „Großen Harzhöhe“ wird auch direkt auf das Vorhaben-Gebiet geblickt. Die Windkraftanlagen könnten eine Gesamthöhe von 285 Meter und einen Rotordurchmesser bis zu 175 Meter haben, das etwa vier Fußballfeldern entspräche.
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Sechs Startpunkte sind für die Sternwanderung vorgesehen, zwei davon sind im Kreis Nordhausen: Die „Große Harzhöhe“ kann von der Eisfelder Talmühle (Streckenlänge: sechs Kilometer) und vom Hufhaus (4,5 km) erwandert werden. Weitere Startorte sind in Breitenstein (4 km), Friedrichshöhe (4 km), Stiege (5 km) und Stolberg (7 km). red


