Umstritten ist der geplante Windpark in der Gemeinde Harztor im Kreis Nordhausen. Der Vorstand des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) betont, dass die Wirtschaft für eine verlässliche, wettbewerbsfähige und für den Bürger bezahlbare Energieversorgung eintritt. „Hierfür brauchen wir einen technologieoffenen und verbrauchsorientierten Energiemix“, meint NUV-Chef Niels Neu.

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Es gebe Gespräche mit dem Thüringer Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Demnach strebe dieser an, dass sich künftig die zu erzeugende Energie in einer Region nicht mehr an pauschalen Flächenzielen orientieren soll, sondern nach dem konkreten Bedarf vor Ort.

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Einzelne Vorhaben in der Region müssen auf die Eignung des angedachten Standortes geprüft werden, fordert Niels Neu, vor allem darauf, ob diese wirtschaftlich sinnvoll und nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten für den Netzausbau verbunden sind, die sich dann wieder auf den Energiepreis der Region niederschlagen würden. Windräder sollten möglichst dicht an der bereits vorhandenen Infrastruktur, wie Stromnetz und Straßen, sowie am Abnehmer errichtet werden.

Der Vorstand des NUV fordert bei geplanten Projekten im Wald, fernab jeglicher Infrastruktur und Abnehmer – wie nun auch in Harztor –, zu prüfen, ob nicht in der entsprechenden Kommune günstigere Alternativstandorte möglich sind. Gerade mit Blick auf die sich am 31. Dezember 2027 ändernde Gesetzeslage sollten bei einem transparenten Auswahlverfahren alle infrage kommenden Standorte aufgezeigt und geprüft werden. Wesentlicher Aspekt sollte dabei vor dem Hintergrund einschneidender Eingriffe in das Lebensumfeld der Bürger auch der finanzielle Mehrwert für die Kommune über das gesetzliche Mindestmaß hinaus sein.

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Der NUV-Vorstand meint, dass alternative Standorte außerhalb des Waldes, von Schutzgebieten oder von Trinkwasserquellgebieten in der Regel mit weitaus weniger Eingriffen in die Natur verbunden sind. „Denn Windkraftanlagen in diesen Gebieten bedeuten immer einen Eingriff in zum Teil bereits stark geschwächte Ökosysteme, den wir uns angesichts herausfordernder Zeiten mit zunehmenden Dürren, Überschwemmungen und Erderwärmung nicht leisten können“, meint Niels Neu. red