Mit einer feierlichen Veranstaltung im Audimax hat die Hochschule Nordhausen ihren Professor Folker Flüggen verabschiedet. Er geht zum Semester-Ende in den Ruhestand. Zahlreiche Weggefährten, Studenten und Kollegen erwiesen dem langjährigen Studiendekan und ehemaligen Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften die Ehre.
Auch wenn meine Fächer nicht einfach waren, müssen wir doch irgendwas richtig gemacht haben.
Folker Flüggen, Ehemaliger Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften
Seit April 2015 prägte Flüggen mit seiner Expertise im Maschinenbau sowie seinem Engagement als Dekan maßgeblich die Entwicklung des Fachbereichs. So baute er die Studiengänge Maschinenbau sowie Produktentstehung und Produktion auf. Zuvor hatte er eine beeindruckende Karriere in der Industrie – unter anderem bei Baker Hughes, Nordson Engineering, IMA Klessmann und SMA Solar Technology. Seit 2013 war Folker Flüggen zudem als selbstständiger Berater in den Bereichen Prozessoptimierung, Produktentwicklung und Interims-Management tätig.
Arbeit war nicht nur Beruf, sondern Berufung
In seiner Abschiedsrede blickte Flüggen auf seine Zeit in Industrie und Lehre zurück: „Die letzten zehn Jahre haben mir vor allem in der Zusammenarbeit mit den Studierenden sehr viel Spaß gemacht. Es ist schön zu sehen, wie viele heute den Weg hierher fanden, und wie sie sich im Studium und Berufsleben entwickelt und durchgesetzt haben. Auch wenn meine Fächer nicht einfach waren, müssen wir doch irgendwas richtig gemacht haben. Meine Arbeit war und ist für mich nicht nur Beruf, sondern Berufung. Ich würde wieder Maschinenbau studieren.“
Hochschulpräsident Jörg Wagner würdigte Flüggens Beitrag: „Professor Flüggen hat über viele Jahre hinweg durch Fachkompetenz, Besonnenheit und Engagement wichtige Impulse gesetzt – in der Lehre, der Betreuung von Studierenden und der Weiterentwicklung des Studienangebots. Mit seinem Abschied verlieren wir eine geschätzte Persönlichkeit mit Weitblick.“
Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Hochschule unterrichtete Flüggen unter anderem die Module Fertigungstechnik, Maschinenelemente, Mechanik und Qualitätswesen. Seine praxisnahen Lehrformate und seine Fähigkeit, komplexe technische Inhalte verständlich zu vermitteln, wurden von den Studenten stets besonders geschätzt.

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In der Forschung war er zusammen mit Professor Poerschke maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe an die Hochschule in Nordhausen (das einzige seiner Art an einer Fachhochschule) vergeben wurde.
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Der Abend klang mit Gesprächen, Erinnerungen und guten Wünschen gesellig aus. red




