Die aktuelle politische Diskussion, das Schwarzfahren zu „entkriminalisieren“, lenkt den Blick auch auf die Kontrolldichte in Bus und Bahn. „Die Nordhäuser Verkehrsbetriebe stellen im Jahr rund 400 Fahrten ohne gültiges Ticket fest“, berichtet Geschäftsführer Thorsten Schwarz. „Die Dunkelziffer ist sicher deutlich höher.“

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Bei den ÖPNV-Kontrollen arbeiten die Verkehrsbetriebe mit dem Vollzugsdienst des Landkreises Nordhausen und einem weiteren Sicherheitsunternehmen zusammen. Seit 2022 besteht die vertragliche Regelung mit der Landkreisverwaltung zur Beauftragung des Vollzugsdienstes. Neben den Bussen und Bahnen der Verkehrsbetriebe kontrollieren die Mitarbeiter auch in der Harzquerbahn – und das nicht nur wochentags, sondern ebenso regelmäßig an Wochenenden und Feiertagen.

Zuletzt war der Vollzugsdienst am Ostermontag in den Abendstunden in den Nordhäuser Straßenbahnen im Einsatz. Dabei erwischten die Kontrolleure insgesamt 33 Fahrgäste ohne gültiges Ticket. Zudem fehlten auch bei sechs Hunden das Ticket oder der Maulkorb, der während der Fahrt vorgeschrieben ist.

„Die Kontrolleure erleben auch immer wieder die positiven Reaktionen der Fahrgäste, die ihr Ticket regulär bezahlen und die regelmäßigen Kontrollen begrüßen“, erklärt Thorsten Schwarz. Andererseits würden die erwischten Schwarzfahrer teilweise sehr aggressiv auftreten und in einigen Fällen auch flüchten.

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Landrat Matthias Jendricke (SPD) begrüßt diese Kontrollen ausdrücklich. „Aus Sicht der ÖPNV-Träger ist eine regelmäßige Kontrolldichte wichtig“, betont er, „um ein deutliches Zeichen zu setzen und dem Schwarzfahren konsequent entgegenzuwirken.“ red