Die Zahlen der Polizei sprechen eine eindeutige Sprache: Seit Jahresbeginn ist es im Umfeld der Nordhäuser Südharz-Galerie zu 102 polizeilichen Sachverhalten gekommen, unter anderem zu 75 Straftaten. Wie die Stadtverwaltung am Freitag weiter mitteilte, wurde der Bereich rund um den Bahnhof sowie die Uferstraße als Straftaten-Schwerpunkt identifiziert. Primär habe es sich dabei jedoch um Diebstahldelikte gehandelt.

Täglich
Der Newsletter für Nordhausen
Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Vorige Woche hatte die Stadtverwaltung zu einem Zweiten Runden Tisch zur Sicherheitslage und Entwicklung der Südharz-Galerie eingeladen. Neben Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) nahm der Ordnungsamtsleiter, der Chef des Northüringer Polizeiinspektionsdiensts sowie Vertreter des Centermanagements und der Eigentümergesellschaft der Südharz-Galerie teil.
Auch interessant
Positiv wurde am Runden Tisch hervorgehoben, dass durch die verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungsamt – insbesondere durch Fußstreifen – bereits ein rückläufiger Trend bei den Straftaten zu verzeichnen ist. Vor allem kriminelle Vorfälle zu Jahresbeginn hatten für Schlagzeilen gesorgt.
Ringen um stationäre Kameraüberwachung
Im März hatte daraufhin die Stadt die Installation einer stationären Kameraüberwachung beantragt. Dieser Antrag wurde mittlerweile zur weiteren Prüfung an die Landespolizeidirektion Erfurt übergeben. Aufgrund datenschutzrechtlicher Anforderungen sowie der aktuellen Einstufung des Bereichs als „nicht kriminologisch auffälliger Ort“ bestehen hierbei rechtliche Herausforderungen. Insbesondere die Erfassung unbeteiligter Personen stellt einen wesentlichen Prüfpunkt dar. Die Bewertung hierzu ist noch nicht abgeschlossen.
Auch interessant
Einigkeit bestand unter allen Beteiligten, den Runden Tisch als wichtiges Instrument der Abstimmung fortzuführen. Die aktuellen Entwicklungen würden zeigen, wie wichtig das gemeinsame Handeln ist, so Bürgermeisterin Rieger. Die zunehmende Präsenz von Ordnungsamt und Polizei wirke bereits, zugleich aber müsse der Blick über die reine Sicherheitslage hinausgehen.
Mehr News aus dem Kreis Nordhausen:
Eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt, so Rieger, könne nur gelingen, wenn Sicherheit, Aufenthaltsqualität und eine tragfähige Händlerstrategie zusammengedacht werden, um den Standort dauerhaft attraktiv und erfolgreich zu gestalten. Diese Ansicht teilen sowohl das Centermanagement als auch die Eigentümervertreter, die aktuell eine centerweite Videoüberwachung prüfen. Die nächste Sitzung des Runden Tisches ist für September 2026 geplant. red









