Jetzt ist alles zu spät: Die Stadt Eisenach beendet offiziell mit dem 1. Januar das Fax-Zeitalter. Alle noch in der Verwaltung vorhandenen Faxgeräte werden zu Jahresbeginn 2025 außer Betrieb genommen. Bitte denken Sie nicht, dass diese Mitteilung ein Scherz zum Ende des Jahres sei. Nein, das ist wahr.

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Der neue Bürgermeister Steffen Liebendörfer, der ja für den Bereich Digitalisierung in der Verwaltung zuständig ist, sieht darin ein „weiteres Zeichen für die konsequente Digitalisierung der Verwaltung“. Das Faxgerät ist aber im übrigen auch ein Zeichen dafür, wie lange in Deutschland neue Technologien brauchen, um sich durchzusetzen, und dafür, wie hartnäckig sie sich dann aber auch halten.

Als erster Vorläufer der Faxgeräte gilt ein 1843 in Schottland gebauter Kopiertelegraf, weiß die Stadt zu berichten. Und schwups, schon 136 Jahre später wurde die Fax-Technologie 1979 durch die Deutsche Bundespost eingeführt. Mittlerweile wissen die meisten jungen Menschen nicht mehr, was sie mit einem Faxgerät anstellen sollten.
Das mag man jetzt ein bisschen lustig finden. Es macht aber auch ein wenig wehmütig, weil es da ja noch viele andere Dinge gibt, die bereits verschwunden sind und um die ich viel mehr trauere als ums Faxgerät: die Rohrpost, die Wählscheibe und der Paternoster. Bitte erklären Sie es Ihren Kindern.
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