Zu den gestiegenen Kraftstoffpreisen:
Sicherlich im Namen aller Kraftfahrer, welche noch mit Verbrennern unterwegs sind, möchte ich mich bei den Mineralölkonzernen bedanken, weil sie sofort, als die ersten Raketen im Nahen Osten unterwegs waren, die Reserven aus ihren Tanklagern zu den neuen Spritpreisen verkauft haben. Als vor einiger Zeit der Rohölpreis plötzlich sank, mussten die teuer eingekauften Reserven in den Tanks weiter zu dem alten hohen Preisen verkauft werden. Das hat uns nicht gefallen und daher wird es jetzt andersherum gemacht. Ein Schelm, der da Böses denkt.

Dank auch an die sofort aktiv gewordenen Fachberater, welche jetzt zum Sparen die Eichplaketten an den Zapfsäulen im Visier haben oder uns fachmännisch darauf hinweisen, im Smartphone die günstigste Tankstelle auszumachen. Auch wenn sie etwas weiter weg ist, egal, die Fahrt dorthin kostet ja nichts. Auf dem Energiesektor wurden wir ebenso fachmännisch beraten. Wer jetzt seine alten stromfressenden Elektrogeräte gegen effiziente Geräte tauscht, der spart Energie. Die neuen Geräte werden sicherlich beim Winterschlussverkauf kostenlos verschenkt.
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Zum Schluss möchte ich den vielen Fuhrunternehmen danken. Durch das plötzliche Auffüllen ihrer leeren Dieseltanks sorgten sie dafür, dass endlich der Dieselpreis den Benzinpreis überholt hat. Die zusätzlichen Kosten müssen an die Auftraggeber und dann an die Endkunden weitergegeben werden. Und was haben wir davon? Es steigen logischerweise die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und der Bundeshaushalt gesundet wieder. Ist das nicht eine positive Entwicklung?
Lothar Müller, Bleicherode
Weitere Lesermeinungen
Zu den Leitartikeln „So viel muss erlaubt sein“ vom 2. März und „Heuchlerische Kritik“ vom 6. März:
Hier wird der Eindruck erweckt, dass der „Schulstreik“ notwendig und lobenswert ist, damit Jugendliche sich politisch Gehör verschaffen. Abgesehen davon, dass es außerhalb der Schulzeit dafür genügend Möglichkeiten und Beispiele gibt, ist Streiken das Recht derjenigen, die jeden Tag mit ihrer Arbeit das System am Laufen halten. Der seit -zig Jahren bestehende Bildungsnotstand in Deutschland ist zu Recht häufig kritisiert worden. Ihn in einen Topf mit Kritik am Schulstreik zu werfen, ist unredlich und ähnelt einer Nebelkerze. Es gibt die Möglichkeit eines Wehrersatzdienstes. Außerdem wird die Wehrpflicht nicht debattiert, weil die Bundeswehr sich langweilt. Die zunehmende Bedrohungslage in Europa und weltweit erfordert nunmal eine effektive Verteidigung und damit auch genügend Personal. Über die Art und Weise kann man diskutieren, aber bitte nicht mit Unterrichtsverweigerung.
Thomas Weißenborn, Mühlhausen

Ebenfalls zum Thema Schulstreik gegen die Wehrpflicht:
„Wir lernen fürs Leben, nicht fürs Militär“, kann man auf einem Plakat beim Schulstreik gegen die Wehrpflicht lesen. Und nach der Schule? Ballern sich viele von euch im Internet als große, kampferfahrene Krieger wieder laut und erfolgreich quer durch die Weltgeschichte. Jungs, das gibt es auch bei der Armee. Aber in echt und mit guter Bezahlung. Eine überlegenswerte Alternative für alle, die nicht lernen wollen und auf die Rente ab 16 in Form von Bürgergeld gehofft hatten.
Uwe Heinemann, Arnstadt
Wie Politik die Kinder beschäftigt:
Jüngst saßen meine Kinder mit Freunden zusammen, als im Gespräch das Wort „Grieche“ fiel. Die Kinder verstanden jedoch „Kriege“. Was wie eine harmlose Verwechslung klang, wurde schnell zu einem sehr ernsten Gespräch: Plötzlich sprachen die Kinder über Krieg, darüber, was passieren würde, wenn so etwas auch bei uns geschieht. Erschütternd war für uns Eltern zu hören, dass einige von ihnen nachts darüber nachdenken und deshalb oft nicht schlafen können. Die Kinder versuchten zu verstehen, was sie aus Nachrichten, Gesprächen und Medien aufschnappen. Vieles davon nehmen Kinder wahr – auch wenn wir glauben, sie würden gerade nicht zuhören oder hinschauen. Und es beschäftigt sie.

Es geht nicht darum, die Realität auszublenden. Aber wir sollten uns bewusst machen, wie sensibel Kinder auf das reagieren, was sie hören und sehen. Vielleicht müssen wir gerade jetzt noch bewusster darauf achten, wie wir über solche Themen sprechen – in unserer Sprache, in unserer Rhetorik.
Während Erwachsene über Konflikte, Waffen und politische Entwicklungen diskutieren, versuchen Kinder still zu begreifen, was das für ihre eigene Zukunft bedeutet. Unsere Kinder brauchen deshalb jetzt vor allem eines: Erwachsene, die zuhören, erklären und ihnen zeigen, dass ihre Welt nicht aus Schlagzeilen besteht.
Daniel Fuchs, Niederorschel
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