Zur Politik in Sachsen-Anhalt:

Wenn der Supermarkt mehr Geld für seine Waren verlangt, dann erhöht er nicht die Preise, sondern er „passt sie nur an“. Das ist zwar nicht gelogen, aber auch nicht die reine Wahrheit. Ähnlich verfährt jetzt die Anti-AfD-Koalition in Sachsen-Anhalt mit der AfD. Letztere liegt in den Umfragen bei 40 Prozent und könnte wichtige Posten besetzen. Um das zu verhindern, werden Regeln im Landtag so „angepasst“. 

Jeden 2. Sonntag

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Für mich ist das nichts Neues. Schon in der DDR waren alle Pseudo-Parteien in der „Nationalen Front“ unter der Führung der SED zwangsvereinigt und schützten so „unsere sozialistische Demokratie“ vor dem Klassenfeind - bis zum Jahre 1989. Dann war es aus.

Und die Geschichte wiederholt sich: jetzt schützen CDU, SPD, Linke, FDP und Grüne „unsere wehrhafte Demokratie“ vor der AfD. Mein Lehrer sagte immer: aus Fehlern lernt man. Wirklich? Vielleicht sollten Politiker aller Parteien sich wieder an „Runden Tischen“ zusammenfinden und ohne Schaum vor dem Mund gemeinsam die Probleme in diesem Land benennen, derer es wahrlich genug gibt, und nach Lösungen suchen! Beton- und Brandmauern haben keine Zukunft.
Dr. Gerhard Schäfer, Bleicherode

Weitere Lesermeinungen

Zum Streik im Nahverkehr:

Schon wieder wird der öffentliche Nahverkehr bestreikt, zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen. Und die Regierenden im Land verhalten sich wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Sie vergessen ihre Fürsorgepflicht, wozu auch die Infrastruktur, sprich funktionierender öffentlicher Nahverkehr gehört, damit Arbeitswillige auch ihren Arbeitsplatz erreichen können. Es kann und darf nicht sein, dass Gewerkschaften dem Land wirtschaftlichen Schaden zufügen.

Ich möchte vom Ministerpräsidenten endlich Taten sehen. Man kann die wirtschaftliche Lage im Land nicht mehr schönreden. Für mich hat die Landesregierung bereits nach einem Jahr im Amt kläglich versagt.
Maria Neumann, Erfurt

Zum Frauentag am 8. März:

Frauentags-Demonstrationen im 21. Jahrhundert sind ein Armutszeugnis für jede Gesellschaft, die sich als aufgeklärt und fortschrittlich bezeichnet.
Holger Jakob, Seebach

Auch interessant

Zum Beitrag „Wir wollen kein Kanonenfutter sein“ vom 6. März:

„Ich sehe nicht ein, dass mir die Wahl nach der Schule genommen wird.“ Dieser Satz des im Bericht zitierten Schülers zeigt, dass der Sinn dieser Demonstration, nämlich gegen Wehrpflicht, Aufrüstung und Krieg, nur vorgeschoben ist. Wer nach der Demonstration wieder in der Schule mal das Grundgesetz, Artikel 4 Absatz 3, studiert, findet dort den Satz: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.“ Ferner darf ein Wehrpflichtiger der Bundeswehr nicht zum Dienst im Ausland, auch nicht in einem Nato-Land, gezwungen werden. Sollte sich aber jemand auf den erwähnten Artikel des Grundgesetzes berufen, kann er womöglich zu einem nichtmilitärischen Dienst in der Gesellschaft verpflichtet werden. Dies würde natürlich mit eingangs zitierter Aussage kollidieren.
Franz Eigenstetter, Apolda

Ebenfalls zum Thema Schulstreik gegen den Wehrdienst:

Gegen die rasante und beängstigende Militarisierung der Bundesrepublik haben nun endlich mal die „Jungen“ ein starkes Zeichen gesetzt. Sie zeigen mit klarer Kante, was sie vom Wehrdienst und generell vom Krieg halten; nämlich nichts! Beeindruckend fand ich auf einem Plakat die Losung: „Wir sterben nicht für euren Krieg!“ oder auf einem anderen: „Gegen jede Wehrpflicht. Wir sterben nicht für Nationalismus und Kapitalinteressen!“
Es ist ja nachzuvollziehen, wenn Bürger, die noch den 2. Weltkrieg miterlebten und überlebten, den Krieg hassen. Tote, Verwundete, Vertriebene, verbrannte Erde, zerstörte Natur, vom Klima gar nicht zu reden und 80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nichts daraus gelernt. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer, aggressiver, unversöhnlicher, hasserfüllter und verlogener. Ich kann den jungen Menschen nur zu solchen Aktionen gratulieren und sie ermutigen weiterzumachen. Ihre Zukunft sollen diese Schüler selbst gestalten und sich nicht in Waffenröcke ohne Sinn stecken lassen.
Dieter Petermann, Stadtilm

Iran-Krieg - Spritpreise
Autofahrer brauchen in diesen Tagen gute Nerven... © Marcus Brandt/dpa | Marcus Brandt

Zu den aktuellen Kraftstoff-Preisen:

In der Zeitung stand ein ausführlicher Bericht über die Kraftstoffpreise bei uns. Gleichzeitig bekam ich ein Bild einer tschechischen Tanksäule zugeschickt. Demnach liegen unsere Preise durchschnittlich 30 Prozent höher. Dieser Unterschied kann sicher nicht mit dem Irankrieg erklärt werden. Übrigens sollte man die USA neben der Völkerkriegsverbrechen auch wegen Preistreiberei verurteilen.
Reinhard Lothholz, An der Schmücke

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