Zum Beitrag „Grüne vor CDU im Südwesten“ vom 9. März:

Wir haben EU-weit die höchsten Benzinpreise, die höchsten Strompreise, die höchsten Energiepreise überhaupt – und trotzdem wählt man Grün? Die Folgen sind bekannt: eine abwandernde Industrie, einhergehend mit Arbeitsplatzverlusten, geringem Wachstum und hohen Staatsschulden. Wo ist eigentlich der Nutzen einer überhasteten energetischen Transformation – oder fragt man in der Politik nicht mehr nach dem Nutzen?
Harald Wieprecht, Sömmerda

Ebenfalls zu diesem Beitrag:

„Die Wähler im alten Teil der Bundesrepublik träumen noch von der alten Bundesrepublik“, kommentiert Stefan Möller von der AfD das Wahlergebnis in Baden-Württemberg.
Nein! Aber die dortigen Wähler haben die katastrophalen Folgen des Klimawandels schon seit geraumer Zeit verstanden. Deshalb wählt dort schon seit 15 Jahren jeder Dritte die einzige Partei, die sich in Deutschland für den Klimaschutz einsetzt. Davon könnten wir uns hier in Thüringen eine Scheibe abschneiden – jedenfalls dann, wenn uns die Zukunft unserer Kinder und Enkel etwas wert ist!
Christian Theile, Neudietendorf

Weitere Lesermeinungen

Zum Wahlkampf, nicht nur in Baden-Württemberg:

Es ist in letzter Zeit schon auffallend, dass Wahlkämpfe aktuell in völlig neuer Qualität vonstattengehen. Die im Hintergrund wirkenden Politikberater der Kandidaten setzen nunmehr gezielt auf das Suchen, Finden und Veröffentlichen von brisanten Aussagen oder Begebenheiten eines politischen Gegners aus dessen Vergangenheit, um bewusst einen Imageschaden herbeizuführen. So betrachtet wird heutzutage Politikpolitik mehr und mehr ein gegenseitiges Fallenstellen unter dem augenscheinlichen Vorwand demokratischer Grundrechtssicherung – und das in der Mitte der Gesellschaft!
P. Achim Tettschlag, Erfurt

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Zum Beitrag „Zalando-Betriebsrat gibt nicht auf“ vom 10. März:

Was läuft schief in der Wirtschaft? Wie sieht es aus mit der Stärkung der Wirtschaft, ihrer Leistungsfähigkeit, in dem schwierigen nationalen und globalen Umfeld? Schrumpfen, Wachsen, Halten oder Untergehen – das ist doch die Beschreibung aller natürlichen evolutionären Prozesse, ob wir es wollen oder nicht. Wir kämpfen dagegen an, denn die Hoffnung und der Lebenswille sterben ja zuletzt. Ein Sterben ist die konsequente Folge der ständigen Erneuerung, Fortführung des „Lebens“. Der rasante technische Fortschritt zwingt alle, sich immer wieder den neuen Herausforderungen in neuen Beschäftigungen zu stellen. Ein Festhalten an schrumpfenden, sterbenden Strukturen ist kontraproduktiv, eine rein teure, perspektivlose Beschäftigungsmaßnahme im Stillhaltemodus.
Den Beschäftigten muss zur Überbrückung der Arbeitslosigkeit mit Qualifizierung für neue, nachgefragte Berufsfelder geholfen werden. Das sollte die Hauptaufgabe eines qualifizierten Arbeitsamtes sein, das dafür ja ein riesiges Budget verwaltet. Auch Wirtschaft, Industrie und Handwerk sowie die Gewerkschaften sollten sich hier stärker verantwortlich einbringen, denn sie schreien ja nach qualifizierten Arbeitskräften und sicheren Beschäftigungsverhältnissen.
Peter Giesemann, Niederroßla

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Zum Beitrag „Lieber flüchten als Menschen töten“ vom 10. März:

Mit großem Interesse habe ich das Interview mit dem Landesschülersprecher Julian Konowalow gelesen. Seine reflektierte Haltung zur Wehrpflicht und die pointierte Frage, warum er für ein Land einstehen soll, das nicht ausreichend für seine Generation sorgt, thematisieren die tiefen Ängste und die Verunsicherung der Jugend angesichts aktueller globaler Bedrohungen und ständiger Aufrufe zur Kriegstüchtigkeit seitens Politik und Medien.
Besonders seine Kritik an der mangelnden Demokratiebildung – etwa der Kontrast zwischen beabsichtigten Handyverboten und der gleichzeitigen Erwartung von Kriegsbereitschaft – „Mit 18 sollen wir plötzlich bereit sein, für das Land in den Krieg zu ziehen.“ – verdeutlicht, dass junge Menschen ernst genommen werden wollen.
Julian Konowalow vertritt seine Mitschüler beeindruckend, reif und klug. Ich hoffe, dass dieses Interview dazu beiträgt, den Dialog zwischen den Generationen zu stärken.
Günter R. Guttsche, Erfurt

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