Zum Beitrag „IHK Erfurt: Ohne Ausbildung kein Mindestlohn“ (TA vom 7.5.2026)

Diesen Vorschlag kann man nur befürworten. Wer zu faul oder bequem zum Lernen ist, hat auch nicht den gleichen Lohn eines Facharbeiters verdient. Das hat allein schon etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Der dümmste Vorschlag hingegen kommt mal wieder aus der Politik. Da will man für „schulmüde“ Jugendliche eine Produktionsschule ins Leben rufen. Die Idee wäre ja okay, hätte man nicht bei jährlich über 2000 Jugendlichen ohne Schulabschluss die geplante Teilnehmerzahl auf 32 begrenzt. Das ist noch viel, viel weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Typisch Politik! Lassen Sie die dafür geplanten Lehrkräfte lieber in den Schulen und Berufsschulen. Da erreichen Sie mehr als nur 32 „Problemfälle“.
Carsten Schreiber, Tonna

Zum LPG-Kuchen (TA vom 30. 5.2026)

LPG-Kuchen
So gelingt der DDR-Klassiker, der LPG-Kuchen.© Funke Medien Thüringen | Ingo Glase

Bezug nehmend auf den „Topfgucker“ von Ingo Glase und das vorgestellte Rezept haben Sie nun doch jemanden gefunden, der weiß, wie besagter Kuchen zu seinem Namen „LPG-Kuchen“ kam. Und zwar stellen die Kekse kleine Flächen dar, die im Rahmen der Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGs) zu einer großen Fläche zusammengelegt wurden. Der Kuchen stellt so ein zusammengelegtes Feld dar. Das habe ich mal gelesen und mir eingeprägt, da es eine logische Erklärung der Namensgebung für mich war.
Rena Just, Dachwig

Zum europaweiten Tag der Inklusion am 5. Mai

Es freut mich zu sehen, wie das Thema „Kürzungen in der Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ und der Protesttag in der Presse aufgegriffen wurden. Es ist wichtig, denen eine Bühne zu bieten, die oftmals keine Möglichkeit haben, gehört zu werden. In weiten Teilen der Berichte werden hier die Auswirkungen auf Bildung und Schulbegleitung genannt. Für ein Gelingen der Inklusion ist es aber auch wichtig, den gesamten Bereich der Eingliederungshilfe und die Kürzungen für den gesamten Freizeit- , Kultur-, Teilhabe- und Teilnahmebereich nicht aus den Augen zu verlieren. Gerade bei erwachsenen geistig behinderten Menschen mit hohem Assistenzbedarf wären die Auswirkungen katastrophal. Eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wäre somit kaum noch möglich oder würde bei den so oft gepriesenen Poollösungen nur noch zur Massenaufbewahrung verkümmern. Eine allumfassende Berichterstattung und Information sind hier vonnöten, damit nicht die Schwächsten wieder hinten runterfallen und eine individuelle Inklusion in allen ihren Facetten gelingen kann. Ich bin selbst Mutter einer mittlerweile 27‑jährigen geistig und körperlich mehrfach schwerbehinderten Tochter und kämpfe oft gegen Windmühlen.
Claudia Geiken, Weimar

Zur geplanten Gesundheitsreform

Reformen sollten Missstände beheben, Kosten minimieren, Ungleichbehandlungen abbauen und so weiter. Unsere derzeit noch diesbezüglich agierenden Politflickschuster sollten wissen, dass ihr Reförmchen in drei Jahren und eventuell auch schon eher wahrscheinlich eingestampft wird. Ohne ersichtliche Gründe wird vom Staat denen in die Hände gespielt, die schmunzelnd darauf warten.
Gerd Müller (gebürtig in Erfurt), Leipzig

Zum Jahr des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer

Wolfram Weimer
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) bei einer Podiumsdiskussion in Leipzig. © dpa | Jan Woitas

Mit Unbehagen schaut die Kulturszene auf diesen Jahrestag der verpassten Chancen. Wolfram Weimer bezeichnet sich als Mann der Mitte und sieht sich als Erfinder der geistigen Brandmauer seiner Feinde rechts und links dieser Mitte. Dabei wird er zum Meister des Fettnäpfchens und wird sogar ausgebuht, wenn er auftritt. Weimer sagt: „Der einzige Kulturkampf, den ich führen werde, ist der Kampf für die Kultur.“ In diesem Kampf hat er sich aber total verirrt und hinterlässt eine zerrüttete Kulturszene. Der Name der von ihm als extremistisch bezeichneten Buchhandlung „Zur schwankenden Weltkugel“ passt zu ihm als schwankendem Kulturstaatsminister. Es wäre ruhig um ihn geworden, gäbe es nicht diesen Jahrestag der Auflistung seiner schwankenden Entscheidungen.
Friedemann Boelicke, Erfurt 

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