Regina Rothenberger
Schon wieder ins Museum? Auch für Kinder ist eine Reise zur Arche Nebra, einem Informationszentrum über die legendäre Himmelsscheibe, spannend, denn das Zentrum ist interaktiv. Die echte Himmelsscheibe ist dort allerdings nicht zu finden, sie ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen. Das weithin sichtbare Besucherzentrum befindet sich in der Nähe der Fundstelle der Scheibe und ist auch architektonisch eine Besonderheit: Das Gebäude gleicht der Sonnenbarke auf der Scheibe, schwebt in seiner Länge von 60 Metern über dem Berg, und aus dem Panoramafenster können die Besucher direkt auf den Aussichtsturm nahe der Fundstelle der Scheibe sehen.

Sie wissen ja sicher, dass der Fund durch Raubgräber mit Sonden die reinste Kriminalstory war, so dass die Scheibe erst drei Jahre später sichergestellt werden konnte und dem Land Sachsen-Anhalt übergeben wurde. Im Gebäude werden die Landschaft nachgebildet, die Form des Auffindens veranschaulicht und Details aufgezeigt. Im Planetarium werden Informationen zur Zeit von über 3000 Jahren gezeigt, der Inhalt der Scheibe erklärt und natürlich der Bezug zum Sonnen- und Sternenhimmel aufgezeigt. Das muss man sich selbst ansehen. Neben einem Café, in dem es Himmelsscheibenplätzchen gibt, findet sich unterhalb des Gebäudes auch ein Spielplatz mit einer „Weltraumstation“ für Kinder.

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Da in der Arche auch über Persönlichkeiten in der Umgebung gesprochen wurde, machten wir uns gleich noch auf den Weg nach Memleben, das ist fast nebenan, wo sich Kloster und Kaiserpfalz befinden. Die sind auch schön aufbereitet mit vielen Informationen über Klöster und Reisekaiser, und weil dort Otto der I. verstorben war, wurde sein Herz in der Pfalz beerdigt, der Körper allerdings befindet sich im Magdeburger Dom. Neben Erkenntnissen kann der Besucher auch eine Klostersuppe zu sich nehmen, täglich eine andere, sollen aber alle gut schmecken.
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Und gleich gegenüber befindet sich der Erlebnispark Memleben, für den konnten wir den Erfurter Seniorenpass einsetzen, was auch gut so war, denn der Preis für Erwachsene und Kinder ist gleich, fast 20 Euro, mit unseren zwei Enkeln haben wir so die Hälfte gespart. Wir wussten nicht so richtig, was uns erwartete, aber die Kinder waren letztendlich glücklich: Fahrgeschäfte, die man selbst bedienen konnte, und die waren heftig, dazu nette Einfälle wie Kühe melken (keine echten), auf Zeitreise gehen oder echte Tiere streicheln. Es gab auch einen Zirkus, der ohne Tiere war, aber wie früher ließen dort Jongleure Teller auf Stangen kreisen oder hangelten sich Artisten über das Trapez, da waren auch wir glücklich.






