Zum Artikel „Doktortitel endgültig weg“ vom 12. August
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Ob Herr Mario Voigt seinen Doktortitel rechtmäßig erworben hat, kann ich nicht beurteilen. Ich frage mich aber, wieso der Titel ihm überhaupt zugesprochen wurde. Herr Voigt hatte einen Doktorvater, der ihn betreut hat. Wieso hat dieser nichts bemerkt? Zudem wurde die Arbeit von mindestens zwei Professoren geprüft. Warum konnten sie keine Unregelmäßigkeiten erkennen? Warum fallen erst nach Zweifeln von außerhalb der Universität Fehler auf? Das Vorgehen beim Prüfungsverfahren lässt daher viele Fragen offen.
Adelheid Heyder, Erfurt
Zum Beitrag „Hitzeschutz: SPD-Minister setzen Union unter Druck“ vom 17. August
Was machst du, wenn die Badewanne überläuft? Beginnst du aufzuwischen oder drehst du erst mal den Wasserhahn zu? Wenn die SPD nun fordert, es möge einen koordinierten Hitzeschutzplan geben, ist das ehrenwert, weil es Menschenleben rettet und vielleicht sogar ein kleines Wirtschaftswachstum bringt.

Zugleich sind die Pläne fast albern, weil sie genauso unzureichend sind, wie aufzuwischen, ohne den Wasserhahn zuzudrehen: In der Umgebung klimatisierter Gebäude wird es noch heißer, der Energiebedarf und Ressourcenverbrauch Deutschlands wird wie bei jedem Wirtschaftswachstum noch weiter ansteigen. Damit heizen wir die globale Klima- und Umweltkatastrophe an.
Lasst uns den Wasserhahn weiter aufdrehen, die Badewanne läuft eh schon über – hallo, geht‘s noch?
Wo ist endlich Regierungshandeln, das mit Klimaschutz Ernst macht? Wo sind die Verbote umweltschädlicher Produkte und Praktiken? Zurück zur Badewanne: In den wohlhabenden Etagen ist das alles kein Problem. Gesellschaftlich weiter unten läuft das Wasser von der Decke. Wir werden wohl dem steigenden Ressourcenverbrauch den Hahn zudrehen und aufwischen müssen. Vielleicht gelingt das noch, bevor relevante Kipppunkte überschritten sind und das Ganze dauerhaft unerfreulich wird. Aufwischen allein reicht jedenfalls nicht.
Dr. med. Christoph Schnegg, Bad Berka
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Zum Beitrag „Das Türschild gab es schon – dann kam die Job-Absage für Thüringer AfD-Mitglied“ vom 17. August
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Der Posten der Heimaufsicht des Thüringer Landesverwaltungsamtes ist wegen fehlender Verfassungstreue eines fachlich geeigneten Bewerbers vakant. Es gilt beim Land Thüringen das verfassungsrechtliche Prinzip der Bestenauslese nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Dazu muss der Kandidat sich schriftlich erklären, jeder Zeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzutreten. Solch ein Mitarbeiter überprüft die Pflege, die Verpflegung, und die Hygiene bei seinen jährlichen Kontrollen. Außerdem unterstützt er (oder sie) Bewohner von Pflegeheimen und Menschen mit Behinderung bei der Suche nach geeigneten Wohnformen. Das alles natürlich auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Bei einer AfD-Mitgliedschaft bestehen da erhebliche Zweifel. Zu DDR-Zeiten konnte man auch nicht bei entsprechender Eignung Direktor im Betrieb werden, wenn der Genosse Parteisekretär bei einem Nichtgenossen etwas dagegen hatte! Da wurde das Türschild gar nicht erst angebracht.
Friedemann Boelicke, Erfurt
Zu den außenpolitischen Mutmaßungen des Thüringer Innenministers vom 18. August

Statt seiner Partei hierzulande mit ausgefeilt klugen Gedanken zur weiteren Entwicklung der Landespolitik zu politischen Erfolgen zu verhelfen, mutmaßt der SPD-Landesvorsitzende Georg Maier lieber über das mögliche Verhalten einer ausländischen Macht im Falle eines AfD-Erfolges in unserem benachbarten Bundesland. Vielleicht sollte er sich schon mal für einen künftigen Posten in einem Geheimdienst bewerben, falls für seine Partei in Thüringen gar parteipolitisches Gelingen ausbleiben sollte.
Achim Tettschlag, Erfurt
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