Zur Wahl in Sachsen-Anhalt:

Nach 24 Jahren CDU-Regierung, darunter 20 Jahre mit der SPD, hat der Souverän sein Urteil gefällt. Einer AfD-Alleinregierung hat er ebenso eine Absage erteilt wie der bisherigen Koalition. Da helfen leichte Zugewinne für die SPD ebenso wenig wie die Thüringer BSW-Politiker ihrer ehemaligen Partei schaden konnten. Kennzeichen einer Demokratie ist der Wechsel. Diesen haben die Wähler nun eingeleitet. Nun ist es an der AfD, den Wahlsieg zur Mehrheit auszubauen. Ob dies mit einem Koalitionspartner möglich ist, wird sich zeigen. Wann wird nun in Thüringen der Weg frei zur Neuwahl? Zu lange wurde bereits der gute Wille der Bürger überstrapaziert. Eine Politik gegen das Volk wird in einer Demokratie nicht honoriert.
Cornelius Ludwig, Niederdorla

Zur Gründung einer neuen Partei durch ehemalige BSW-Politiker:

In einer Demokratie darf man die Mitgliedschaft in einer Partei kündigen, auch wenn man ein Landtagsmandat oder einen Ministerposten durch diese Mitgliedschaft erhalten hat. Keiner der BSW-Abgeordneten im Thüringer Landtag, die Minister eingeschlossen, hat ein Direktmandat errungen. Sie alle sind über die Liste der BSW in den Landtag eingezogen. Sie sind also durch kein Wählervotum persönlich legitimiert, ein Landtagsmandat anzutreten. Wenn sie den Wählern gegenüber ehrlich bleiben wollen, geben sie auch ihr Mandat zurück. Es wäre nur zu hoffen, dass die BSW-Liste noch genügend Nachrücker bereithält, ansonsten wäre das Chaos komplett. Die Gründung einer neuen Partei verschafft den ehemaligen BSW-Mitgliedern keine Legitimation, weiterhin im Landtag zu sitzen, um Abgeordnetenbezüge beziehungsweise Ministergehälter zu empfangen.
Manfred Eberwein, Sömmerda

Ebenfalls zu diesem Thema:

Diese Krise war schon lange zu erwarten, spätestens seit dem Auftritt von Frau Wolf bei Markus Lanz. Und nun steht die Frage im Raum: Was haben MP Voigt und die ehemaligen Abgeordneten des BSW für ein Demokratieverständnis und welche Achtung haben sie vor den Wählern? Bei MP Voigt wussten wir es schon lange. Denn im Unterschied zu anderen CDU-Mitgliedern, die nach erwiesenem Betrug zurückgetreten sind, hält sich MP Voigt an seinem Posten fest.
Und die ehemaligen BSW-Mitglieder sollten sich fragen, von welcher Partei, die von den Wählern ihre Stimme bekommen hat, sie in den Landtag delegiert wurden. Und da sie dieser Partei nicht mehr angehören wollen, besteht gegenüber den Wählern die Pflicht, das Mandat zurückzugeben, denn keiner dieser Abtrünnigen hatte ein Direktmandat. Aber offensichtlich geht es um den Erhalt der Diäten und den Rentenanspruch, den ein Abgeordneter nach den Jahren im Landtag erwirbt. Es kann aus diesem Zustand aber nur eine Schlussfolgerung geben: Neuwahlen, und das so schnell wie möglich!
Klaus Gensch, Erfurt

Zum Beitrag „Der Osten braucht Ärzte, Köche oder Lkw-Fahrer aus dem Ausland“ vom 4. September:

Für mich war überraschend, dass im Osten Deutschlands ein Viertel der Berufskraftfahrer keinen deutschen Pass besitzt. In der Folge konnte man lesen, dass vor allem die politische Situation in dem jeweiligen Bundesland ein wesentlicher Faktor dafür ist, ob die Zugewanderten bleiben oder nicht. Im letzten Satz dieses ausführlichen Artikels wurde angemerkt, dass die AfD auf inländische Arbeitskräfte setzt. Zu einem ausgewogenen und realistischen Bericht zählt, dass die Meinung der AfD zu der Arbeitskräftesituation in Deutschland etwas ausführlicher dargestellt wird. Die Partei weist aus, dass jährlich 60.000 Jugendliche in der BRD keinen Schulabschluss erlangen. Sollte es aus diesem Potenzial nicht möglich sein, bei einem effizienten Schulsystem die Schulausbildung erfolgreich abzuschließen und eine Ausbildung zu beginnen?
Dieter Schär, Eisenach

Sänger Marian Gold von Alphaville
Der Sänger Marian Gold von „Alphaville“ – erst eingeladen, dann ausgeladen, dann wieder eingeladen. Dann hat die Band auf den Auftritt beim „Glücksgefühle“-Festival verzichtet.© Jens Kalaene/dpa | Jens Kalaene

Zur Debatte um den abgesagten Auftritt der Band „Alphaville“:

Ich kann das ganze Gezerre um „Alphaville“ nicht verstehen, sogar eine Sondersendung kam im Fernsehen. Ich halte es so, und habe es schon getan: Wenn es in irgendeine politische Richtung geht, gehe ich direkt. Ich möchte die Unterhaltung, die ich gebucht habe, keine politischen Meinungen.
Uwe Dahncke, Weimar

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