Zum Beitrag „Zoff um Ministerämter“ vom 8. September:

Was sich zurzeit in Thüringen nach dem Austritt von Abgeordneten des Thüringer Landtages aus der Partei des BSW abspielt, müsste jeden echten Demokraten erschauern lassen. Abgeordnete, die einst unter dem Namen der Partei gewählt wurden, im Landtag mit Ministerposten versorgt wurden, lassen mit ihrer Einstellung mit dem Austritt und weiterer Amtsinhabe jeden Respekt vor dem Wähler vermissen. Dass ein Ministerpräsident dieses Ansinnen mitträgt, zeigt einmal mehr, wieweit Demokratie und Wählerwillen in den Schmutz getreten werden. Ein Schmierentheater, das jeden weiteren Kommentar erübrigt. Außer: Herr Voigt, legen Sie Ihr Amt nieder. Sie sind nicht würdig, das Land Thüringen weiter zu vertreten.
Hans-Joachim Schau, Erfurt

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In Thüringen wurde das BSW gewählt, aber keiner der Abgeordneten. Wenn jetzt 13 von 15 BSW-Abgeordneten austreten, wird im Parlament nicht mehr der Wählerwille vertreten. Der Wähler wollte BSW-Politik und nicht die Politik von 13 wenig bekannten Personen. Nur Neuwahlen können das heilen.
Dietrich Meinhardt, Erfurt

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Wer so an seinen Sesseln klebt wie CDU und SPD in Thüringen, der wird spätestens 2029 sein blaues Wunder erleben. Wer hingegen wirklich „aus tiefster Überzeugung“ – wie viele Politiker es immer formulieren – handeln würde, der entscheidet sich für den ehrlichen und politisch sauberen Weg und legt die Zukunft in die Hände des Souveräns.
Da CDU und SPD in Thüringen jedoch inhaltlich und personell ausgeblutet sind, bilden sie eine Zweckgemeinschaft zum Erhalt der Pfründe. Damit leisten sie der Politik- und Politikerverdrossenheit weiteren Vorschub. Bernhard Vogel und Gerd Schuchardt hingegen standen dereinst für politische Überzeugung, Ehrlichkeit und Haltung.
Olaf Dirlam, Erfurt

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Was ist nur los in Deutschland? Thüringen oder Sachsen-Anhalt, man versteht die Welt nicht mehr. Aber in Thüringen muss es weitergehen, keine Unterbrechung der Arbeit in der Regierung, und das BSW denkt auch nur an die Wirksamkeit seiner Partei. In Sachsen-Anhalt hat sie es geschafft, aber ich bin Thüringer und alles hin und her mit den Parteien, am Amt kleben oder vom BSW erhalten, es kann nicht nach den zwei Wagenknecht-Anhängern gehen, die einer Frau nachlaufen, welche in Deutschland kaum noch was bewegt. Ich denke, Frau Wolf und die anderen sollen beweisen, dass wir in Thüringen etwas bewegen können, trotz allem Parteigerangel. Die AfD soll in Sachsen-Anhalt beweisen, dass sie was bewegen kann, bisher war nur Gerede. Regieren in Deutschland oder einem Bundesland ist Arbeit, da reicht kein schönes Gesicht.
Reinhard Dietrich, Erfurt

Arzt
„Auf einen Termin beim Facharzt wartet man oft mehrere Monate“, beklagt eine Leserin aus Erfurt. „Bis dahin hat sich wahrscheinlich schon bei einigen Menschen die Angelegenheit erledigt.“© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Patrick Pleul

Zum Thema Facharzt-Mangel

Ich habe eine Überweisung zum Facharzt erhalten. Die Versuche, einen Termin zu bekommen, sind erfolglos geblieben. Entweder werden keine Patienten mehr angenommen oder es kommt die Antwort: „Wir behandeln nur Privatpatienten“. Angeblich wird ja immer so viel für die Bevölkerung getan, ich frage mich nur, wo? Wenn man wirklich einen Termin bekommen sollte, kann es bis zu 12 Monate dauern. Bis dahin hat sich wahrscheinlich schon bei einigen Menschen die Angelegenheit erledigt.
Wir sind keine 2-Klassen-Gesellschaft mehr, sondern 3-Klassen-Gesellschaft. Da stellt sich Herr Merz hin und behauptet, die Ärzte sind die Nutznießer unserer Gesundheitspolitik. Menschen, die so etwas behaupten, leben in ihrer eigenen Welt und haben keine Ahnung, wie es der Bevölkerung geht und was die Ärzte wirklich leisten bei diesem ganzen Bürokratismus. Zeit für die Patienten gibt es nicht mehr.
Ich habe mal im Internet geschaut, was so eine Behandlung als Privatpatient kosten würde. Bis zu 500 Euro, das kann sich doch kein normaler Mensch leisten.
Sabine Pegel, Erfurt

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