130 neue Rekruten für Gera und Training für Afghanistan

Der neuen Kommandeur des Pionierpanzerbataillons 701, Oberstleutnant Christian Friedl, sieht den Bundeswehr-Standort Gera mit der Kaserne auf dem Hain gut aufgestellt. "Die Voraussetzungen dafür, dass er erhalten bleiben könnte, sind gut", sagt Friedl.

Oberstleutnant Christian Friedl sieht als neuer Kommandeur des Panzerpionierbataillons 701 den Bundeswehrstandort Gera gut aufgestellt.  Foto: Angelika Munteanu

Oberstleutnant Christian Friedl sieht als neuer Kommandeur des Panzerpionierbataillons 701 den Bundeswehrstandort Gera gut aufgestellt. Foto: Angelika Munteanu

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Gera. Seit der Wende wurden über 60 Millionen Euro in die Infrastruktur der Kaserne investiert. Gebaut wurde auf dem Hain noch, als wegen der geplanten Strukturreform in der Bundeswehr bereits der Baustopp bundesweit fürs Militär ausgerufen war. Doch die Entscheidung über die Standortorte bundesweit werden der Verteidigungsminister erst in der letzten Oktoberwoche mitteilen. Unterdessen bereiten sich die in Gera stationierten Soldaten auf den nächsten Einsatz in Afghanistan vor. Die ersten Soldaten sollen im Februar nächsten Jahres in den Einsatz gehen. Weitere 200 dann für je ein halbes Jahr ab April 2012. Damit werde das Bataillon im Zeitraum von 2012 bis März 2013 im Afghanistan-Einsatz sein, sagte Friedl. Mit einem öffentlichen Appell sollen die Soldaten in den Einsatz verabschiedet werden

Am 1. Oktober beginnt die Grundausbildung für die nun freiwilligen Rekruten in Gera. "Bisher haben sich 130 angemeldet", sagt der Kommandeur. 144 Ausbildungsplätze für Rekruten gibt es am Standort Gera. Die Neuen kommen vor allem aus Thüringen und Mitteldeutschland. Auch die Freiwilligen werden ein feierliches Gelöbnis sprechen.

"Auf Eis" liegen zur Zeit die Pläne für den Ausbau der Standort-Schießanlage im Zeitzer Forst. "Gebaut wird erst, wenn der Bundeswehr-Standort Gera sicher ist", sagte Friedl. Seit Monaten formiert sich der Protest gegen den Ausbau der Anlage und das geplante Nachtschießen. Eine im Frühjahr gegründete Bürgerinitiative "Kein Schuss im Zeitzer Forst" bereitet für den 1. September eine Demonstration gegen die Ausbaupläne vor. Dagegen wurde auch schon etwa 2000 Unterschriften in Sachsen-Anhalt und Thüringen gesammelt.

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