Bisher 19.000 Corona-Anträge bei Thüringer Finanzämtern eingegangen

Erfurt.  Wegen der Steuer-Soforthilfen haben Finanzämter in Thüringen alle Hände voll zu tun. Steuererklärungen bleiben deshalb erstmal liegen.

Derzeit haben Anträge auf Steuer-Soforthilfen Vorrang. Die Bearbeitung von Steuererklärungen braucht deshalb etwas länger.

Derzeit haben Anträge auf Steuer-Soforthilfen Vorrang. Die Bearbeitung von Steuererklärungen braucht deshalb etwas länger.

Foto: Benjamin Nolte / dpa

Die Thüringer Finanzämter haben derzeit aufgrund der Corona-Steuer-Soforthilfen eine Antragsflut zu bewältigen. Bis Ende April seien landesweit bereits knapp 12.300 Anträge auf Herabsetzung von Steuervorauszahlungen sowie mehr als 3550 Stundungsanträge bearbeitet worden, teilte das Finanzministerium am Montag in Erfurt mit. Die aktuellsten Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Zudem seien fast 3200 Anträge auf Erstattung oder Verzicht der Sondervorauszahlung bei der Umsatzsteuer erledigt worden. Da die Bearbeitung der Anträge auf Corona-Steuer-Hilfen Priorität habe, könne es bei den regulären Steuererklärungen für 2019 zu Verzögerungen kommen, hieß es. Bis zum 30. April seien rund 56.800 Bescheide für das vergangene Jahr verschickt worden.

Auch Finanzämter arbeiten im Corona-Modus

Hinzu kämen mehr als 40.000 Steuererklärungen für 2018. Finanzministerin Heike Taubert (SPD) warb bei längeren Wartezeiten um Verständnis. „Auch die Steuerverwaltung im Freistaat spürt die Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen.“ In den vergangenen Wochen habe in den Finanzämtern nicht mit voller Besetzung gearbeitet werden können. Viele Bedienstete hätten Kinder, die wegen der geschlossenen Schulen und Kitas betreut werden mussten.

Häufige Anrufe zum Bearbeitungsstand der eigenen Steuererklärung und ein harscher Umgangston gegenüber den Bediensteten der Finanzämter seien daher unangebracht, mahnte Taubert. „Kein Finanzamt lässt eine Steuererklärung absichtlich länger liegen.“

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