Tatverdächtiger war Mandant

Bürgermeister von Brügge überlebt Messerattacke

Brügge  "Zum Glück nur ein Kartoffelmesser": Das Opfer zeigt sich nach dem Angriff unverdrossen. Dabei hätte es für den Politiker auch viel schlimmer ausgehen können.

Polizisten in Schutzanzügen am Tatort in der belgischen Stadt Brügge.

Polizisten in Schutzanzügen am Tatort in der belgischen Stadt Brügge.

Foto: dpa

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Der Bürgermeister Dirk De fauw der belgischen Stadt Brügge ist bei einer Messerattacke am Hals verletzt worden. Nach einer Operation sagte der 62-jährige Christdemokrat aber dem Sender VRT, er gehe nicht von einem politischen Motiv aus.

Er arbeite auch als Anwalt, und der festgenommene Tatverdächtige sei einer seiner Mandanten. Der 35-jährige mutmaßliche Täter verweigerte vor einem Ermittlungsrichter die Aussage und bleibt zunächst bis zu einem Gerichtstermin am Freitag in Untersuchungshaft.

De fauw sagte, er sei am Samstag in seinem Büro mit dem Mann zum Gespräch verabredet gewesen. Dabei habe der Verdächtige ihn angegriffen. Ein 14 Zentimeter langer Schnitt an seiner Kehle habe mit 24 Stichen genäht werden müssen. Nach dem Angriff habe er viel Blut verloren.

"Ich hatte Glück, dass es nur ein Kartoffelmesser war", sagte De fauw in dem Interview. Andernfalls hätte der Angriff schlimmer ausgehen können. Den Täter beschrieb er als Person mit vielen Problemen, die er mehrfach auch vor Gericht verteidigt habe.

Brügge ist eine bei Touristen beliebte Stadt mit etwa 120 000 Einwohnern in der Nähe der Küste im Westen Belgiens.

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