Kommunen und Kreise müssen sich um Obdachlose kümmern

Erfurt/Jena.  In Jena haben Obdachlose für den Fall einer Ausgangssperre einen Anlaufpunkt. Das Sozialministerium geht davon aus, das entsprechende Regelungen in allen kreisfreien Städten und Landkreisen getroffen werden.

Darum, dass Obdachlose während einer möglichen Ausgangssperre einen Anlaufpunkt haben, müssen sich in Thüringen die kreisfreien Städte und Landkreise kümmern.

Darum, dass Obdachlose während einer möglichen Ausgangssperre einen Anlaufpunkt haben, müssen sich in Thüringen die kreisfreien Städte und Landkreise kümmern.

Foto: Foto: Andreas Arnold

Wohin können sich Obdachlose wenden, wenn die Ausgangssperre kommt? Im Thüringer Sozialministerium erwartet man, dass die zuständigen kreisfreien Städte und Landkreise diese Frage bei allen zu regelnden Dingen in der Corona-Krise mit bedenken. Man gehe davon aus, „dass sich jeder seiner Verantwortlichkeiten bewusst ist“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage.Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog

Schätzungen zufolge leben in Thüringen mehr als 6000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Gesicherte Zahlen gebe es aber nicht, heißt es aus dem Ministerium.

In Jena hat man sich der Obdachlosen bereits angenommen und schon sehr zeitig entschieden, dass den Wohnungslosen die Tagessätze, die ihnen nach Sozialgesetzbuch II zustehen, unkompliziert bis zum Ende des Monats ausgezahlt werden. Für den Fall einer Ausgangssperre ist man vorbereitet. Dann stehe das Obdachlosenheim am Steiger den Menschen offen, heißt es von Stadtsprecher Kristian Philler.

In Eisenach ist die Obdachlosenunterkunft derzeit voll belegt. Platz gibt es für zehn Personen. Käme die Ausgangssperre, und weitere Obdachlose würden einen Anlaufpunkt benötigen, „dann werden wir kreativ werden und sie von der Straße holen“, versicherte eine Stadtsprecherin auf Anfrage.

Die anderen kreisfreien Städte ließen eine Anfrage dieser Zeitung zu dem Thema allerdings bisher unbeantwortet.

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