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Online-Händler: So sollen Retouren nicht im Müll landen

Berlin.  Zurückgesendete Waren werden weggeschmissen. Das soll sich ändern. Göring-Eckardt will die Vernichtung nicht steuerlich bevorteilen.

Viele Deutsche schicken ihre Bestellungen beim Online-Händler wieder zurück.

Viele Deutsche schicken ihre Bestellungen beim Online-Händler wieder zurück.

Foto: Martin Schutt / dpa

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Das Bundesfinanzministerium hat Versandhändlern wie Amazon oder Zalando einen Weg aufgezeigt, wie sie auf die Vernichtung von Retouren verzichten und die zurückgeschickten Produkte stattdessen für einen guten Zweck spenden können.

In einer Antwort auf eine Frage der Grünen-Bundestagsfraktion, die unserer Redaktion vorliegt, erklärt die Parlamentarische Finanzstaatssekretärin Sarah Ryglewski (SPD), dass man die Unternehmen zwar nicht von der Umsatzsteuer auf Sachspenden befreien dürfe. Die Händler könnten aber den Marktwert der Retouren, die sie sonst vernichten würden, so niedrig ansetzen, dass sie entweder keine oder nur eine geringfügige Umsatzsteuer zahlen müssten.

490 Millionen Artikel gehen wieder zurück an die Versandhändler

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nun auf, diese Rechtslage gegenüber den Finanzämtern klarzustellen: „Die Bundesregierung muss aufhören, die Vernichtung von brauchbaren Waren steuerlich zu bevorteilen“, sagte sie unserer Redaktion. Es sei absurd, dass Unternehmen draufzahlen müssten, wenn sie Rückläufer oder andere nicht verkäufliche Waren spenden würden.

Die Händler müssten aber auch anfangen, nachhaltiger zu wirtschaften, verlangte Göring-Eckardt. Schätzungen zufolge schicken Kunden jedes Jahr 490 Millionen Artikel wieder an Versandhändler zurück . 20 Millionen davon landen im Müll, weil sie nicht mehr weiterverkauft werden. Umweltschützer hatten diese Praxis wiederholt kritisiert.

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