Gesundheit

So will Spahn die Versorgung für psychisch Kranke verbessern

Berlin.  Weniger Wartezeit für Therapien: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schafft neues Angebot für Patienten mit schweren Symptomen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Foto: Britta Pedersen / dpa

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Patienten mit schweren Depressionen, Schizophrenie oder anderen massiven Psychosen haben oft Schwierigkeiten, eine passende Therapie zu finden. Das soll sich jetzt ändern: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, die auf diese Patientengruppe zugeschnitten ist.

„Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen werden künftig schneller und besser versorgt“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. „Dafür werden Netzwerke aufgebaut, die sie auffangen und ihnen durchs System helfen.“ In diesen Netzwerken sollen Psychotherapeuten, Psychiater, Hausärzte und andere beteiligte Berufsgruppen mitwirken.

Hilfe bei den ärztlichen Terminservicestellen

Die Änderung soll bereits in der nächsten Woche vom Bundestag zusammen mit der Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung verabschiedet werden; der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten und Krankenkassen soll die neue Versorgungsrichtlinie bis Ende 2020 festlegen.

Geplant ist, dass den betroffenen Patienten in Zukunft über die ärztlichen Terminservicestellen freie Therapieplätze vermittelt werden. Dazu soll es feste Kontingente im Rahmen der neuen vernetzten Versorgung geben. Ärzte und Therapeuten, die sich daran beteiligen, bekommen eine gesonderte Vergütung.

Spahn reagiert damit auf den Umstand, dass psychisch schwer kranke Patienten in der Vergangenheit oft besonders lange auf Therapien warten mussten. Das liege unter anderem daran, dass derzeit viele Psychotherapeuten leichtere Fälle bevorzugt behandeln würden, heißt es bei den Kritikern des geltenden Systems.

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