Staatsanwalt: Verdacht gegen König nicht erhärtet

Lothar König könnte demnächst ein Ermittlungsverfahren weniger aus Dresden gegen sich haben.

Spruchbänder des horta-azurri-Fanclubs im Spiel gegen Münster.  Foto: Lutz Birkner

Spruchbänder des horta-azurri-Fanclubs im Spiel gegen Münster. Foto: Lutz Birkner

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Jena. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jan Hille, auf OTZ-Anfrage mitteilte, habe sich der Tatverdacht gegen den Stadtjugendpfarrer bezüglich der "Bildung einer kriminellen Vereinigung" nach Paragraf 129 Strafgesetzbuch nicht bestätigt. "Ich halte eine Entscheidung zur Einstellung des Verfahrens gegen ihn für möglich", so Hille. Gegen andere dauere die Ermittlung an.

Unbenommen von einer Verfahrenseinstellung zu Paragraf 129 werde gegen König jedoch weiter ermittelt wegen "schwerem aufwieglerischen Landfriedensbruch" gemäß Paragraf 125 Strafgesetzbuch. Derzeit werde das bei der Durchsuchung am 10. August in Jena sichergestellte Material geprüft. Da sich König im Urlaub befinde, müsse ihm noch Gelegenheit gegeben werden, sich zum Verfahren zu äußern und Beweisanträge zu stellen.

Hinsichtlich eines Vorermittlungsverfahrens gegen Katharina König erklärte Hille, dass ein solches Verfahren bei der Staatsanwaltschaft nicht geführt werde. Dies sei ihrer Anwältin bereits mitgeteilt worden. Die Gründe, warum ein Beschluss mit diesem Wortlaut an die Abgeordnete gegangen sei, könne nur das Amtgericht Dresden benennen. Dessen Sprecherin Birgit Keeve erklärte, dieses Schreiben sei am Dienstag korrigiert und gestern an Katharina König als "Gerichtliches Entscheidungsverfahren" mit Bezug auf einen von ihr gestellten Antrag in die Post gegangen.

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