Staatsanwaltschaft Dresden dementiert Vorermittlungen gegen Katharina König aus Jena

Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen die Thüringer Linke-Abgeordnete Katharina König dementiert.

Katharina König während bei der Razzia am Mittwoch, 10. August, in der Wohnung ihres Vaters, Lothar König. Sie wohnt mit in dem Haus. Foto: Frank Döbert

Katharina König während bei der Razzia am Mittwoch, 10. August, in der Wohnung ihres Vaters, Lothar König. Sie wohnt mit in dem Haus. Foto: Frank Döbert

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Jena. Dem Amtsgericht Dresden sei hier ein Formulierungsfehler unterlaufen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Jan Hille. In einem Schreiben an die Abgeordnete im Zusammenhang mit den Durchsuchungen bei ihrem Vater, dem Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König, sei versehentlich von Vorermittlungen gegen die Politikerin die Rede gewesen.

Es gehe in dem Brief aber lediglich um die Beschlagnahmung einer Liste bei der Durchsuchung, sagte der Sprecher. Dabei sei es um einen Antrag von Frau König auf Herausgabe des Dokuments gegangen, der abgelehnt worden sei. Der Fehler werde nun korrigiert.

Im Gegensatz dazu behauptet Katharina König in einer Mitteilung der Thüringer Linken-Fraktion, in dem Schriftstück sei auch ein allgemeines Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft aufgeführt, das die Ermittlungsarbeit belege.

"Die Behörden in Dresden haben eine nicht-rechtliche Ermittlung betrieben und probieren nun alles, um diesen weiteren Fauxpas zu verschleiern. Immer wenn ich denke, absurder wird es nicht, leisten sich die Dresdner Behörden eine weitere rechtsstaatliche Unglaublichkeit", sagte Katharina König.

Sie hatte am Wochenende die nun dementierten Vorermittlungen der sächsischen Behörden gegen sie publik gemacht. Zuvor war die Wohnung ihres Vaters durchsucht worden. Er soll im Februar bei Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Dresden zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen haben. Der Pfarrer bestreitet die Vorwürfe.

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