Thüringer SPD-Fraktion für Ausweitung der Notbetreuung

Erfurt.  Nach der Grünen-Fraktion im Thüringer Landtag fordert nun auch die SPD ein Umdenken bei der Notbetreuung.

(Symbolbild)

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Foto: Andreas Schott

Nach der Grünen-Fraktion im Thüringer Landtag fordern nun auch die sozialdemokratischen Abgeordneten eine Ausweitung der Notbetreuung. «Das ist gerade für Alleinerziehende wichtig, die mit ihrem Einkommen den Lebensunterhalt der Familie bestreiten. Eine Lösung, auch wenn es nur wenige Stunden am Tag oder in der Woche sind, könnten schon eine Entlastung bedeuten», erklärte die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Diana Lehmann, am Sonntag. Die Forderung ist Teil eines SPD-Maßnahmenkatalogs zur Unterstützung von Familien in der Corona-Krise. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hatte vergangene Woche gesagt, er gehe davon aus, dass die Regeln für die Notbetreuung in Thüringen zunächst beibehalten werden. Auch der Thüringer Lehrerverband hatte mit Blick auf den Personalmangel und die höhere Belastung an Schulen wegen der Corona-Krise vor einer raschen Ausweitung der Notbetreuung gewarnt.

Auf Bundesebene will sich die Thüringer SPD-Fraktion für eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes von 67 auf 80 Prozent einsetzen und fordert einen Rechtsanspruch auf eine Arbeitszeitverkürzung. «Wir fordern bundeseinheitlich ein Pandemie-Elterngeld als Entschädigung für diejenigen Eltern, die nicht arbeiten können», erklärte Lehmann.