Bußgeld

Wer diese Winterreifen-Regel nicht kennt, muss zahlen

Berlin.  In der kalten Jahreszeit müssen Fahrer an ihrem Auto Winterreifen aufziehen lassen. Das muss man wissen, um Bußgelder zu vermeiden.

Diese vier Dinge muss man bei Winterreifen beachten
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Schnee, Eis und glatte Straßen. Mit Winterreifen können Autofahrer sich gegen Gefahren im Winter schützen.

Schnee, Eis und glatte Straßen. Mit Winterreifen können Autofahrer sich gegen Gefahren im Winter schützen.

Foto: Daniel LieblZeitungsfoto.At / dpa

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Es wird wieder kälter und damit glatt auf den Straßen. Höchste Zeit für Winterreifen. Wann Autofahrer den Reifenwechsel vornehmen, ist ihnen selbst überlassen. Dafür gibt es vom Gesetzgeber keinen vorgeschriebenen Zeitpunkt. Das hängt vom Wetter ab.

Doch wer Winterreifen aufzieht, muss darauf achten, einen sogenannten Geschwindigkeitssticker anzubringen. Doch nicht immer ist ein Geschwindigkeitsaufkleber im Auto notwendig. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wer sein Auto von der Werkstatt mit Winterreifen ausstatten lässt, ist vielleicht von dem auffallenden Aufkleber, der danach im Innenraum des Fahrzeuges prangt, irritiert. Dieser wird entweder direkt auf dem Lenkrad oder am Armaturenbrett angebracht. Auf dem Sticker stehen dann die Zahlen „190“, „210“ oder „240“. Damit wird die Höchstgeschwindigkeit des Autos festgelegt.

Winterreifen: Wann brauche ich den Geschwindigkeitssticker?

Dieser Aufkleber muss dann im Fahrzeug vorhanden sein, wenn die zugelassene Maximalgeschwindigkeit der Winterreifen unter der im Fahrzeugschein eingetragenen Geschwindigkeit liegt.

Konkret heißt das: Wenn die Höchstgeschwindigkeit eines Autos mit 210 km/ aufgeführt ist und die Maximalgeschwindigkeit der montierten Reifen liegt bei 190 km/h, muss der Aufkleber für den Fahrer sichtbar im Auto angebracht werden.

  • Folglich darf man mit den Reifen auch nur höchstens Tempo 190 fahren.
  • Andernfalls droht ein Bußgeld von 20 Euro.
  • Die Aufkleber gibt es im Reifenhandel und bei Autoteile-Discountern.
  • Wer schneller fahren möchte, benötigt andere Winterreifen.

Alpine-Symbol: Darauf muss man bei Reifen achten, die nach 2017 gekauft wurden

Bei Reifen, die nach dem 31.12.2017 gekauft wurden, sollte man auf das Alpine-Symbol achten. Diese Kennzeichnung sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Nicht mehr ausreichend ist die M+S Kennzeichnung. Allerdings haben ältere Reifen eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024.

Ein weiterer Faktor ist die Profiltiefe, denn vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimetern. Dennoch empfiehlt der ADAC eine Profiltiefe von 4 Millimetern. Sollte die Mindestprofiltiefe nicht eingehalten werden, droht ein Bußgeld von Minimum 60 Euro.

Winterreifen für Motorräder – Welche Regeln gibt es?

Die Winterreifenpflicht für Motorräder, LKW und Anhänger ist noch einmal extra geregelt. Daher unterliegen Motorräder seit 2017 nicht mehr der Winterreifenpflicht.

Auch für Anhänger besteht keine Pflicht für Winterreifen. LKW über 3,5 Tonnen benötigen bisher ausschließlich Winterreifen für die Antriebsachse. Aber Achtung: Ab 2020 müssen auch Winterreifen auf die Lenkachse gezogen werden. Lesen Sie hier: Darauf sollte man beim Kauf von Winterreifen achten.

Mehr Tipps zum Autofahren im Winter:

Immer wieder kommt es zu Regeländerungen, über die Autofahrer sich informieren müssen. Gerade im Winter ist es wichtig, Gegenstände wie ein Warndreieck, einen Verbandskasten und Warnwesten dabei zu haben. Aber auch Eiskratzer und Entfrosterspray für eine klare Sicht sind wichtig. (jzi/dpa)

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