Behinderte aus Arnstadt fordern neue Bauordnung

Arnstadts Münzkeller wurde erst kürzlich saniert und für Veranstaltungen hergerichtet - Gehbehinderte kommen ohne Hilfe aber die Stufen nicht hinab.

Arnstadts Münzkeller wurde erst kürzlich saniert und für Veranstaltungen hergerichtet - Gehbehinderte kommen ohne Hilfe aber die Stufen nicht hinab.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Arnstadt.  Barrierefreiheit muss im Gesetz stehen, meint die Selbsthilfegruppe Miteinander selbstbestimmt leben aus Arnstadt.

Europaweit findet am heutigen Dienstag der Aktionstag für Menschen mit Behinderungen statt. Wegen der Kontaktbeschränkungen wird es im Ilm-Kreis zwar keine öffentlichkeitswirksamen Aktionen geben. Die Selbsthilfegruppe Miteinander selbstbestimmt Leben schrieb aber einen offenen Brief an die Staatskanzlei.

Darin berichten Thomas Brückner und Angelika Haseloff unter anderem um die langjährigen Bemühungen, in Arnstadt einen Inklusionsbeirat zu gründen. Mittlerweile gibt es die Bereitschaft, dass eine Arbeitsgruppe die Stadtratsausschüsse in Sachen Inklusion berät.

Nur so könne man verhindern, dass bei öffentlichen Bauvorhaben wie der Sanierung des Münzkellers wieder Fehler gemacht haben, die Behinderte auf Dauer aus der Immobilie ausschließen.

Nur auf Arnstadt will die Arbeitsgruppe ihr Wirken aber nicht beschränken. Sie fordern, dass das Baurecht geändert wird, damit man auch private Bauherren dazu bewegen kann, barrierefrei zu bauen. Am 7. Oktober soll dafür in Erfurt demonstriert werden. „Bis dahin geht das ja wohl wieder“, ist Brückner optimistisch.