Bei Olitätenköniginnen in die Kräuterschule gehen

Großbreitenbach  Wochenendseminare in der Marienschule und im Museum geplant. Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Großbreitenbach

Die Königinnen Ruth Bredenbeck und Andrea Limp (von links) luden ans reich bestückte Buffet ein zum Kosten, Genießen und mäßigem Schlemmen.

Die Königinnen Ruth Bredenbeck und Andrea Limp (von links) luden ans reich bestückte Buffet ein zum Kosten, Genießen und mäßigem Schlemmen.

Foto: Karl-Heinz Veit

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Es hat Seltenheitswert, dass gekrönte Königinnen eine Schule ins Leben rufen und obendrein dort unterrichten und Seminare halten. In Großbreitenbach erlebten zwei Dutzend Interessierte den Gründungsakt der „Kräuterschule Großbreitenbach“.

Die Gründungsmütter, Lehrerinnen, Seminarleiter und Praktiker in einer Person sind die einstigen „Olitätenköniginnen“ Andrea Limp (2016) und Ruth Bredenbeck (2014).

Ihr majestätisches Wissen über Kräuter und deren vitalisierende und heilende Wirkung, ihre praktischen Erfahrungen, begonnen beim Kräutersammeln, über das Trocknen und Konservieren, bis hin zur Kräuterverarbeitung und nicht zuletzt ihre Liebe zu allen Kräutlein, die wachsen und seit tausenden Jahren Helfer bei Krankheiten sind, wollen beide in Wochenendkursen an zukünftige Kräuterfeen, Kräuterhexen und Kräuterkundige, also auch an Männer, weitergeben.

Warum sie Großbreitenbach im weithin bekannten „Olitätenland“ als Schulort wählten, liegt auf der Hand. Zum einen gibt es hier die lange Tradition der Kräuterverwertung und des Herstellens von Olitäten, welche die legendären Buckelapotheker einst fußläufig bis zu Kunden über die Grenzen Deutschlands hinaus brachten. Zum anderen wachsen hier in schützenswerter Natur noch alle Kräutlein, die sehr achtsam und in kleinen Mengen für den privaten Gebrauch gesammelt werden dürfen. Und zum dritten gibt es mit der Marienschule eine Herbergsunterkunft für 14 Kursteilnehmer an fünf, über den Sommer verteilten Wochenendseminaren. Das Museum stellt Seminarräume und Kräutergarten zur Verfügung.

Bürgermeister Hans Jürgen Beier (parteilos) sprach zur Eröffnung der Schule von einem weiteren touristischen Highlight der Stadt, das es sonst nirgendwo gibt. „Wir als Stadt unterstützen die private Initiative der beiden Königinnen nach Kräften und wünschen ihrer Schule guten Zuspruch von Seminarteilnehmern und besten Erfolg.“

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