Schlotheims Stadion ist eröffnet

Claudia Bachmann
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Schlotheims langjähriger Kapitän der ersten Mannschaft, Rene Fernschild, Bürgermeister Roth und Fußball-Urgestein Walter Handke(von links) beim symbolischen Anstoß.

Schlotheims langjähriger Kapitän der ersten Mannschaft, Rene Fernschild, Bürgermeister Roth und Fußball-Urgestein Walter Handke(von links) beim symbolischen Anstoß.

Foto: Claudia Bachmann

Schlotheim  Sportanlagen für 1,22 Millionen Euro saniert. Ballsport- und Leichtathletikanlagen entstanden

Unmittelbar nach dem Eröffnungsgottesdienst zur Kirmes wurde am Freitagabend das sanierte Stadion eröffnet. 1,22 Millionen Euro flossen seit dem Herbst des vergangenen Jahres hinein. Seit Beginn des Schuljahres wird es von Grund- und Regelschule sowie dem Gymnasium genutzt. Den Anstoß aus vereinssportlicher Sicht machte der Fußball-Vergleich zwischen den Fußball-Oldies aus Schlotheim, den SSV-Helden, und aus Mühlhausen.

912.000 Euro flossen aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen, den Rest hatte die Stadt aufzubringen. Weil die aber seit Jahren in finanziellen Nöten ist, übernahm der Landkreis ein Viertel des Eigenanteils. Daran erinnerte zur Eröffnung Schlotheims Bürgermeister Hans-Joachim Roth (CDU).

Vor der Sanierung sei die Anlage an der Weberstraße in einem derart desolaten Zustand gewesen, dass man sie aus Versicherungsgründen eigentlich für den Schul- und Vereinssport hätte sperren müssen. Entstanden sind eine Leichtathletik-Anlage mit vier Sprintgeraden und zwei Rundbahnen aus Kunststoff, ein Volleyball- und ein Basketball- sowie ein Soccerfeld. Elfi Fernschild, Geschäftsführerin des Fußballinternats, war vor gut vier Jahren die Initiatorin, hatte vom Förderprogramm gelesen und überzeugte den Bürgermeister, der wiederum seinen Stadtrat ins Boot nahm. Die Internatsfußballer gehören zu den wichtigen Nutzern der Anlage. „Durch Flutlicht und Kunstrasen werden sich unsere Trainingsbedingungen vor allem im Winter verbessern. Das ist ein Riesengewinn“, sagt Fernschild.

Für den Kunstrasenplatz wurde ein Kork-Sand-Gemisch verwendet. „Ein Segen“, so Roth, angesichts der Debatte um Plastegranulat.

Im dritten Bauabschnitt ist geplant, den Zugang zur Tennishalle behindertengerecht umzubauen, ebenso die Sanitär- und die Umkleideräume. Ebenfalls saniert werden sollen die WC-Anlagen im Nebengebäude. Insgesamt werden diese Arbeiten laut Roth 70.000 Euro kosten.

Die Sanierung des Stadions werde auch Schlotheim als Schulstandort stärken, meint Hans-Joachim Roth. Seiner Aussage nach spiele der Schlotheimer Sportverein mit dem Gedanken, die Abteilung Leichtathletik zu reaktivieren. Wichtig sei laut Roth aber auch, dass Schlotheim fußballerisch wieder eine bessere Rolle spiele. Derzeit gibt es im Erwachsenenbereich nur noch eine Spielgemeinschaft mit Marolterode.