2203 Weihnachtspäckchen aus dem Eichsfeld für Osteuropa

Eichsfeld.  Sammelaktion der Vereine Round Table und Ladies Circle findet große Unterstützung. Verteilung in diesem Jahr anders organisiert.

Jens Fiedler, Martin Pfitzenreuter und Judith Höppner waren eine der vielen Sammelstationen im Landkreis für die Weihnachtspäckchen. 

Jens Fiedler, Martin Pfitzenreuter und Judith Höppner waren eine der vielen Sammelstationen im Landkreis für die Weihnachtspäckchen. 

Foto: Martin Pfitzenreuter

Junge Frauen und Männer aus dem Landkreis unterstützen soziale Projekte, organisiert sind sie in den Vereinen Round Table und Ladies Circle. „Bei uns im Verein sind Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren, egal welcher Berufsgruppe organisiert“, erzählt Leander Weber, Vorsitzender vom Round Table im Eichsfeld. Er ergänzt: „Wir laufen aber nicht mit dem Scheckbuch umher, vielmehr helfen wir dort, wo Hände gebraucht werden.“ Baumpflanzaktionen oder die Unterstützung von Fördervereinen seien nur zwei Beispiele, bei denen geholfen wird. „Wenn zum Beispiel ein Klassenzimmer gestrichen werden soll, helfen wir der Schule dabei. Meist braucht nur die Farbe von den Fördervereinen der Schulen gekauft zu werden, und wir streichen“, erzählt Leander Weber weiter.

Wie jedes Jahr riefen die beiden Eichsfelder Vereine auch diesmal zur gemeinsamen Weihnachtspaketaktion auf. Und die Resonanz war überwältigend. Mädchen und Jungen aus rund 30 Schulen beteiligten sich daran. Zudem meldeten sich viele Firmen, wie das Ergo-Versicherungsbüro in Worbis oder Uhren und Schmuck Freund aus Leinefelde, als Sammelstationen. „Es sind nicht zwangsläufig Mitglieder im Verein, aber die Firmeninhaber unterstützen die Aktion gern, da es ein soziales Projekt ist.“ Insgesamt 2203 Pakete waren es laut Leander Weber bereits am Mittwoch. „Täglich treffen aber noch weitere Nachzügler ein.“

50 Päckchen waren es allein im Ergo-Versicherungsbüro. „Wir haben die Aktion auf unserer Homepage und in sozialen Netzwerk beworben“, erzählt Martin Pfitzenreuter. Auch Kunden seines Büros waren bei der Aktion dabei. „Eine Frau gab neun Pakete ab.“

Die Päckchen sollten die Größe eines Schuhkartons haben, aber einige waren auch viel größer. „Ein Paket wurde abgegeben, da hätten bestimmt sechs Schuhkartons reingepasst“, erzählt Pfitzenreuter. Bereits zum zweiten Mal nimmt das Büro in Worbis als Sammelstation an der Aktion teil. „Im vergangenen Jahr war die Resonanz nicht so groß“, erinnert sich der Versicherungsfachmann, der weiß, warum es so war: „Zum einen haben wir uns spät entschlossen und uns als Sammelstation angemeldet und zum anderen haben wir die Aktion im vergangenen Jahr nicht so stark beworben“, erklärt Martin Pfitzenreuter, der sich mit seinem Kollegen Jens Fiedler riesig über die große Resonanz in diesem Jahr freut. „Ich habe Pakete aus Bischofferode mitgebracht, die in der Schule gesammelt wurden“, so Jens Fiedler.

Mittlerweile sind die Pakete nicht nur in Worbis abgeholt und warten auf den Transport nach Osteuropa. „Verteilt werden sie zum Beispiel in der Ukraine und Rumänien“, weiß Weber. In den vergangenen Jahren waren Mitglieder des Vereins immer bei der Verteilung dabei, doch aufgrund der Corona-Pandemie geht das in diesem Jahr nicht. „Das übernehmen die Partnervereine in den Ländern“, so Weber.