Dingelstädt. Die Pläne für das neue Hallenbad in der Eichsfeldstadt stehen. So soll der Neubau aussehen und das erwartet künftig die Gäste:

„Das Schwimmbecken musste täglich mit 2000 Litern Frischwasser gespeist werden, um die entsprechende Wasserqualität zu halten. Notreparaturen verschlangen jährlich eine stolze fünfstellige Summe“, erinnert sich Dingelstädts Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU) zurück an den Sommer 2023, als das Aus des Dingelstädter Hallenbades nicht mehr zu vermeiden war.

Nachdem das Hallenbad in vergangenen Stadtratssitzungen immer wieder thematisiert wurde, heißt es nun aus dem Rathaus: „Im Juni ist der Baubeginn für die Revitalisierung des Hallenbades festgesetzt. Im Dezember des kommenden Jahres soll das Projekt dann abgeschlossen sein.“

Sowohl aus hygienischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen war ein Weiterbetrieb des Bades ab August des vergangenen Jahres nicht mehr möglich. Seitdem ist das Hallenbad geschlossen, zum Bedauern vieler Dingelstädter. Sie hielten mehrheitlich am Fortbestand fest. Das ging aus einer Bürgerbefragung im Jahr 2021 hervor. „60 Prozent haben sich für eine baldige Revitalisierung ausgesprochen“, sagt Andreas Fernkorn und führt weiter aus, „auch vor dem Hintergrund, dass andere Projekte dann zurückgestellt werden müssen“.

Stadt nimmt Kredit über zwei Millionen Euro auf

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens belaufen sich auf ungefähr 5,7 Millionen Euro. Etwa 2,9 Millionen Euro werden durch Fördermittel gedeckt. Die Stadt Dingelstädt nimmt einen Kredit von zwei Millionen Euro auf, der Rest wird durch Eigenmittel finanziert. „Die Eigenmittel wurden der allgemeinen Rücklage entnommen. Ein Betrag, der angespart wurde“, erklärt der Bürgermeister. Ohne Fördermittel wäre dieses Projekt allerdings nicht realisierbar.

Das Bestandsgebäude wird umgebaut und um einen neuen Teil erweitert. Die Bad- und Haustechnik entspricht künftig den neuesten Standards. „Wir erhoffen uns dadurch Energieeinsparungen von etwa 40 Prozent“, gibt Fernkorn einen Einblick in die Planung.

Der Eingangsbereich wird neugestaltet. Zudem wird es künftig ein 25 mal 10 Meter großes Sportbecken aus Edelstahl mit fünf bis sechs Bahnen und zweigeteiltem Hubboden geben. „Durch den Hubboden kann die Wassertiefe von zirka 1,80 Meter bis auf etwa zehn Zentimeter variabel eingestellt werden. Somit ist die Nutzung des Bades multifunktional für alle Zielgruppen gewährleistet“, so Fernkorn auf.

Wie vor der Schließung soll das Sportbecken auch nach der Wiedereröffnung dem Kindergarten-, Schul-, Wettkampf- und Rehasport sowie der DLRG dienen, somit auch Menschen mit Handicap eine Möglichkeit des Schwimmens bieten. Die benachbarten Franziskusschüler freuen sich bereits auf die Wiedereröffnung.

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Einen Aspekt betont der Bürgermeister bewusst, um keine falschen Erwartungen zu wecken: „Wer das Flair eines Aquaparks oder eines Spaßbades sucht, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Es handelt sich um ein reines Funktionalbad mit nur einem Schwimmbecken.“ Sauna, Rutschen, Sprungturm oder Spaßelemente werde es nicht geben. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr (Kinder- und Jugendabteilung und Einsatzabteilung) aller zehn Ortschaften der Stadt Dingelstädt haben übrigens weiterhin freien Eintritt für Frei- und Hallenbad.

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