Aldi-Markt in Heiligenstadt weicht einem Neubau - Verkauf geht im Zelt weiter

Heiligenstadt.  Dienstag schließt der Aldi-Markt in der Brüsseler Straße in Heiligenstadt. Der Verkauf geht in einem Zelt weiter, bis der Neubau steht.

In der Brüsseler Straße in Heiligenstadt wird der alte Aldi-Markt abgerissen. An gleicher Stelle soll ein neuer Markt entstehen. Im November wird die Neueröffnung sein. Oliver Keil, Filialleiter des Marktes, und sein Team räumten in der vergangenen Woche die Regale ein. 

In der Brüsseler Straße in Heiligenstadt wird der alte Aldi-Markt abgerissen. An gleicher Stelle soll ein neuer Markt entstehen. Im November wird die Neueröffnung sein. Oliver Keil, Filialleiter des Marktes, und sein Team räumten in der vergangenen Woche die Regale ein. 

Foto: Sebastian Grimm

Wer seinen Blick über den Parkplatz in der Brüsseler Straße schweifen lässt, bemerkt auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums ein großes Zelt. Das hat seinen Grund: Die Einzelhandelskette Aldi investiert in ihren dortigen Standort. „Der jetzige Markt wird völlig abgetragen“, sagt Philipp Körner, Leiter der Abteilung Immobilien und Expansion der Aldi Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG.

Bis November entsteht an gleicher Stelle ein größerer Markt. „In dieser Zeit wollen wir aber weiter für unsere Kunden da sein“, erklärt Körner das Zelt gegenüber dem jetzigen Markt. Auf 600 Quadratmetern wird Filialleiter Oliver Keil ab Mittwoch mit seinem Team wie gewohnt bereitstehen.

In den vergangenen Tagen gab es im Zelt viel zu tun. Regale und Kassen wurden aufgebaut. Für das Personal Container aufgestellt, in dem die Mitarbeiter ihre Pausen machen können. Die erste Ware wurde angeliefert und in die Regale eingeräumt. Am Dienstag schließt der jetzige Aldi-Markt um 16 Uhr, doch da haben Oliver Keil und sein Team noch lange nicht Feierabend. „Wir räumen dann die Ware aus den Regalen im Markt in die im Zelt“, erzählt Keil, der in der vergangenen Woche genau testete, wie er das gesamte Sortiment auf der kleineren Verkaufsfläche in die Regale bekommt. Bis November wird das Zelt auf dem Markt stehen, dann soll schon Eröffnung des neuen Marktes am alten Standort sein. Und dieser wird 200 Quadratmeter größer sein.

Die Vergrößerung von 1000 auf 1200 Quadratmeter wird erzielt, da der Bereich der bisherigen Anlieferung verlegt wird und die Fläche komplett zum Markt hinzukommt. Laut Philipp Körner werden die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. So hätten auch die Firmen in der Region die Möglichkeit sich am Bau zu beteiligen. Dies sei auch für die Arbeiten des Zeltes so gewesen. Dort hat eine Firma aus dem Eichsfeld die gesamten Elektroinstallationsarbeiten ausgeführt. Das Zelt selbst kommt aus Norddeutschland, hat feste Außenwände und ist alarmgesichert.

Ein völlig neues Gesicht bekommt der Markt, der nach dem neuen Aldi-Konzept errichtet wird. So wird die Außenfassade nicht mehr mit roten Klinkern daher kommen, sondern in Grau- und Brauntönen. Breitere Gänge erwarten die Kunden im Discounter ebenso, wie ein größerer Frischebereich. Laut Körner wird sich auch die Fläche der Kühlregale vergrößern. Diese werden mit dem Strom der Photovoltaikanlage, die sich auf dem Dach befinden wird, betrieben. Das sei ein Teil des neuen Energiekonzeptes. „An einem normalen Sommertag ist der Markt völlig autark. Dann können wir sogar noch Strom ins Netz einspeisen. Nur bei wenig Sonne und wenn es bewölkt ist müssen wir Strom aus dem Netz ziehen“, sagt Philipp Körner.

Doch das Konzept beinhaltet noch viel mehr. Die Energie aus der Abwärme der Kühlmöbel wird im Zuge der sogenannten Betonkernaktivierung zur Beheizung beziehungsweise Kühlung des Marktraums genutzt. Die Wärme kommt von unten, denn es wird auf der gesamten Ladenfläche eine moderne Fußbodenheizung eingebaut. Somit benötigt man beispielsweise keine zusätzliche Energiequelle wie Gas oder andere fossile Brennstoffe. Die neue Filiale ist zudem mit einem modernen Licht- und Farbkonzept ausgestattet. Noch im Mai sollen die ersten Baumaschinen anrücken, dann beginnt der Abriss.