Ohmrathon-Erlös geht an Frauenschutzwohnung in Leinefelde

Leinefelde  555 Euro aus den Startgeldern der Laufveranstaltung in Worbis gehen an die Frauenschutzwohnung des DRK Eichsfeld. Es soll Kindern zugute kommen, die von häuslicher Gewalt mitbetroffen sind.

Sandra Lauterbach (links) vom Organisationsteam hatte den Scheck dabei.

Sandra Lauterbach (links) vom Organisationsteam hatte den Scheck dabei.

Foto: Johanna Braun

Die Laufveranstaltung Ohmrathon am Stadion Worbis liegt nun schon gut einen Monat in der Vergangenheit, dabei hat der Lauf- und Triathlon-Verein Obereichsfeld aber nicht vergessen, was neben der Begeisterung am Laufen noch Ziel der Veranstaltung war. Nämlich etwas für den guten Zweck zu tun.

So hatte Andreas Förster vorgeschlagen, das gesammelte Geld der Frauenschutzwohnung des DRK Eichsfeld zu spenden. Und so fuhren er und Sandra Lautermach, ebenfalls vom Organisationsteam, in die Beratungsstelle nach Leinefelde und wurden dort von Guido Solf und Lars Herting, beide vom Vorstand des DRK Eichsfeld, sowie einer Sozialpädagogin mit einer kleinen Kaffeetafel empfangen.

Sie berichteten den beiden Gästen von der Arbeit der Frauenschutzwohnung und der Interventionsstelle. Dabei hatte die Sozialarbeiterin auch aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2018. 31 Frauen und 30 Kinder hatten in diesem Jahr die Frauenschutzwohnung in Anspruch genommen. Es gab 182 telefonische Beratungen und 116 ambulante Beratungen. Was die Nachbereitung angeht, konnten 187 Gespräche gezählt werden. Von der Interventionsstelle wurden sechs Frauen und sieben Kinder an die Frauenschutzwohnung vermittelt.

Deutlich gemacht wurde, dass es bei der Arbeit vor allem darum gehe, Frauen aufzufangen und ihnen Wege zur Selbsthilfe aufzuzeigen, dass aber Schutz und Sicherheit an oberster Stelle stünden. Die Betroffenen kämen aus allen Gesellschaftsschichten, und auch Männer litten unter häuslicher Gewalt. Diese würden aber weiter vermittelt. In Jena gebe es eine entsprechende Schutzwohnung.

Dann war es an Andreas Förster, von dem sozialen Projekt des Worbiser Ohmrathons zu erzählen. Mit 216 Startern habe man das Feld bei der dritten Auflage erneut verdoppeln können. Der Verein, der 59 Mitglieder zählt, habe in einem Kraftakt diesen Lauf gemeistert, der ohne die Hilfe von Familienmitgliedern und Freunden so gar nicht stattfinden könne.

555 Euro hatten Förster und Sandra Lauterbach im Gepäck – ein Teil der Startgelder. Sie wünschen sich, dass das Geld besonders für die betroffenen Kinder eingesetzt wird. Und sie könnten sich gut vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder an die Frauenschutzwohnung zu denken, wenn es heißt, etwas Gutes zu tun.

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