Gerstungen ab 2020 mit zwei Eigenbetrieben und Werkleitern

Gerstungen.  Gerstungen steht nach der Eingemeindung Marksuhls und Wolfsburg-Unkerodas vor enormen Herausforderungen bei der Anpassung von Gebühren.

Stelen für die halbanonyme Bestattung auf dem Gerstunger Friedhof.

Stelen für die halbanonyme Bestattung auf dem Gerstunger Friedhof.

Foto: Jensen Zlotowicz

Gleiche Gebühren für alle Friedhöfe in der Gemeinde Gerstungen wird es geben. Damit geht in verschiedenen Ortsteilen eine Verteuerung einher. Das ist eine Erkenntnis aus der Sitzung des Gerstunger Gemeinderates am Donnerstag in Marksuhl. Der Rat votierte einstimmig für die Schaffung von zwei Eigenbetrieben ab 2020, mit zwei Werkleitern. Weil die Fülle von Aufgaben in der großen Kommune nicht mehr in einem Betrieb zu leisten sei und es auch verwaltungstechnischer Vorteile gäbe, werden die Bereiche Bauhof, Friedhof und Grünflächenmanagement künftig in einem eigenen Betrieb aufgehen. Bauamtsleiter Thomas Hennecke übernimmt diesen neu zu gründenden Eigenbetrieb. Eine Unternehmensberatung kalkuliert im Auftrag der Gemeinde parallel gerade einheitliche Friedhofsgebühren.

Ebenfalls vereinheitlicht werden sollen die Kosten im Bereich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das jedoch ist eine komplexe wie anspruchsvolle Aufgabe mit vielen Unwägbarkeiten, referierte Werkleiter Ulf Frank in Marksuhl. Binnen der nächsten zwei Jahre soll diese Mammutaufgabe bewältigt werden. Eine Flut von Hindernissen ist dabei zu meistern. Diese sind finanzieller und kalkulatorischer Natur, aber auch juristischer Art. Die Unterschiede im Anschlussgrad von Grundstücken an das öffentliche Abwassernetz sind teils gravierend. Gerstungen hat in den vergangenen Jahren enorm investiert, auf Pump, während Marksuhl da deutlich hinterherhinkt, jedoch keine Schulden in diesem Bereich hat. In der Sitzung wurde über Pro und Contra heftig gestritten.

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