Guten Morgen in der Wartburgregion

Kommunikation ist das A und O

Katja Schmidberger fordert mehr Transparenz bei Infektionen an Schulen

Katja Schmidberger

Katja Schmidberger

Foto: Sascha Willms

Seit Monaten ist das Coronavirus das alles bestimmende Thema. An vielen Stellen liegen die Nerven blank. Menschen kommen an ihre Grenzen, weil der Umgang mit der Pandemie aufreibend ist. Das trifft den Gesundheitssektor, ebenso Ämter und Behörden, aber auch Schulleitungen, die derzeit eher Krisenmanager sind, Lehrpläne umstellen und besorgte Eltern beruhigen wie das eigene Kollegium schützen müssen.

Um so wichtiger ist die Transparenz von Entscheidungen und das Miteinanderreden. Kommunikation ist das A und O. Es sollte wie im jüngsten Corona-Infektionsfall am Ernst-Abbe-Gymnasium nicht passieren, dass Eltern über Tage keine Erklärung vom Gesundheitsamt bekommen, warum ein Schüler bereits Freitag positiv getestet wurde, aber für alle anderen Kinder keine Quarantäne verfügt wurde. Und auch die Schule auf Erklärungen warten musste.

Das Gesundheitsamt kann nicht voraussetzen, dass betroffene Eltern jede Empfehlung und Richtlinie des Robert-Koch-Institutes kennen und verstehen können.

In Krisenzeiten, wenn in Familien unklar ist, ob sich die Nächsten mit Corona angesteckt haben, müssen Entscheidungen transparent sein. Sonst bleiben Menschen auf der Strecke, die dann zweifeln, ob die Beschränkungen in der Pandemie überhaupt Sinn machen.