Mihla: Neue Attraktion für Mountainbiker

Mihla  Eine Pumptrack-Anlage entsteht in der Mihlaer Mühlgasse. Wünsche der Kinder und Jugendlichen sind berücksichtigt worden.

Die Pumptrack-Anlage in der Mihlaer Mühlgasse nimmt Gestalt an. Sie soll am 12. August eingeweiht werden.

Die Pumptrack-Anlage in der Mihlaer Mühlgasse nimmt Gestalt an. Sie soll am 12. August eingeweiht werden.

Foto: Birgit Schellbach

Eine Pumptrack-Anlage wird gerade in der Mühlgasse in Mihla geschaffen. Das ist eine spezielle Mountainbike-Strecke in Form eines Rundkurses. Ziel ist es, darauf durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad Geschwindigkeit aufzubauen und die Hindernisse wie Rampen und Wellen zu überwinden — ohne in die Pedalen zu treten.

Zunächst ist auf dem Grundstück relativ feiner Schotter aufgeschüttet und mittels eines großen Baggers verteilt worden. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde haben das Material dann nach den Wünschen von Kindern und Jugendlichen zu Hindernissen geformt und nochmals korrigiert, wenn die Höhen oder Kurvenradien nicht gestimmt haben. So sollte der Abstand der einzelnen Hügel zueinander mindestens ein bis zwei Fahrrad-Längen betragen. Die Höhe der Hügel liegt meist zwischen 30 und 120 Zentimetern, je nach Geschwindigkeit und Geschmack. Während die Steilkurven etwa 80 bis 150 Zentimeter messen, wobei größere Radien flacher und kleinere Radien steiler gebaut werden können. Zum Abschluss wird der Schotter verdichtet, um eine Festigkeit zu bekommen.

Außerdem wird noch ein Platz mit einer Sitzgruppe und einem Papierkorb hergerichtet. Die Einweihung der Pumptrack-Anlage soll am 12. August um 17 Uhr erfolgen, kündigte Bürgermeister Rainer Lämmerhirt (UWG) zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats an. An dem Abend seien Darbietungen der Mountainbiker zu erwarten. Gleichzeitig setzt Lämmerhirt darauf, dass die Eltern der Kinder und Jugendlichen mit darauf achten, dass die Anlage pfleglich behandelt wird. Immerhin stecken viele Stunden Arbeit des Bauhofes und gemeindliches Geld in dem Projekt. Würde es Mihla finanziell nicht so gut gehen – die Gemeinde muss sogar eine so genannte Reichensteuer ans Land für notleidende Kommunen von rund 62.000 Euro abführen – wäre so ein Vorhaben kaum möglich. Bisher nutzen die Mountainbiker den Spielplatz, der allerdings dafür gar nicht geeignet gewesen ist.