Brief bringt in Erfurt Formular zur Schulanmeldung ins Haus

Erfurt.  Nach dem Stadtratsbeschluss vom Mai gehen nun den Eltern von 2055 Erstklässlern im nächsten Jahr die Schulanmeldungen per Post zu.

Schüler der Barfüßerschule übergaben heute im Beisein von Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke den Kinderrechtekoffer symbolisch an die Grundschule Alach.

Schüler der Barfüßerschule übergaben heute im Beisein von Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke den Kinderrechtekoffer symbolisch an die Grundschule Alach.

Foto: Foto: Michael Keller / Michael Keller

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Zum Stichtag 13. November hatten die Statistiker eine neue Zahl parat: Erfurt hatte zu dem Zeitpunkt exakt 214.449 Einwohner. Wenn das neue Semester an den Hochschulen beginnt, wird sich diese Zahl noch erhöhen. Und damit auch die Zahl der Kinder. Erfurts jüngste Mitbürger werden wieder mehr.

Das manifestiert sich auch an der Zahl der Kinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden. 2055 Erstklässler, die zwischen dem 2. August 2013 und dem 1. August 2014 geboren wurden, werden es sein, so Schulamtsleiter Werner Ungewiss. Und deren Eltern bekommen in diesen Tagen Briefpost. Inhalt: das Formular für die Schulanmeldung, die in dieser Form erstmalig praktiziert wird.

Früher haben die Eltern ihre Kleinen selbst in der Schule angemeldet. Das gab immer wieder Ärger, weil es auch Doppelanmeldungen gab. Das kann nun nicht mehr passieren. Nachdem das Kind angemeldet wurde, kommt später nochmals Post ins Haus. Mit der Mitteilung, in welche wohnortnahe Schule der Sprössling künftig gehen wird. Die Aufteilung wird von den Schulen und dem Schulamt vorgenommen. Man könne aber Wünsche vermerken, so Amtsleiter Ungewiss. Es würde dann geprüft, ob dem entsprochen werden könne. Die Eltern bekommen den Aufnahmebescheid mit einer Widerspruchsbelehrung ausgehändigt. Stichtag für die Schulanmeldung sind der 10. bzw. 11. Dezember dieses Jahres. Die Anmeldung ist bindend. „Es gibt sowohl das Recht, aber auch die Pflicht auf Bildung“, sagt Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke, die als Beigeordnete für das Thema Bildung verantwortlich zeichnet. Wer sein schulpflichtiges Kind nicht bis zum Stichtag angemeldet hat, bekomme erneut Post mit der Aufforderung, dies unverzüglich zu realisieren. Hintergrund für das neue Prozedere ist ein Stadtratsbeschluss aus dem Mai 2019, der Änderungen zum Schulnetzplan beinhaltete.

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