44 Frauen und Männer aus 29 Ländern wurden jetzt als neue Master-Studierende der Willy Brandt School of Public Policy feierlich begrüßt. Von A wie Afghanistan bis U wie Uganda reiche das Alphabet ihrer Herkunftsländer, wie Andreas Goldthau, neuer Direktor der Einrichtung erklärte. Im Foyer des Angermuseums wurden sie in Erfurt begrüßt. Den Willkommens-Vortrag hielt die Journalistin Shakuntala Banerjee, stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin, und Erfurt seit vielen Jahren verbunden.

Die Willy Brandt School of Public Policy ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Erfurt, gehört zur staatswissenschaftlichen Fakultät. Seit 2002 bietet sie den deutschlandweit ersten Studiengang zum Erwerb des Master of Public Policy an. In diesen Anfangstagen war auch Shakuntala Banerjee in Erfurt, arbeitete zusammen mit dem Gründer Dietmar Herz, ehe sie ins ZDF-Landesstudio wechselte. Seit dem vergangenen Jahr ist sie Senior Brandt Fellow der Willy Brandt School, als dritte Person in diesem Praktiker-Netzwerk, das mit Expertise und Erfahrungen in Führungspositionen der öffentlichen Politik das Studienprogramm bereichern soll.

Die Festrede hielt Shakuntala Banerjee, Senior der Brandt-School und stellvertretende Studioleiterin des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin. 
Die Festrede hielt Shakuntala Banerjee, Senior der Brandt-School und stellvertretende Studioleiterin des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin. © Frank Karmeyer

Der Kontakt zur Willy Brandt School sei in den vergangenen 20 Jahren nicht abgerissen, wie Skahuntala Banerjee sagte. Wenn sie an Erfurt denke, denke sie an gute Freunde, an eine Stadt mit sehr viel Herz, die sie ihrerseits sehr ins Herz geschlossen habe: „Ich verbinde sehr viele schöne emotionale und persönliche Momente mit Erfurt und meinen Einstieg beim ZDF. Ohne das Landesstudio, den damaligen Chef und die ganze Crew wäre ich heute nicht dort, wo ich jetzt bin“.

Schätzt direkten Kontakt zu den Erfurtern

Viel habe sie in Erfurt für ihren Beruf gelernt. In Erinnerung geblieben sind ihr auch die Umfragen unter Erfurtern, beispielsweise in der Bahnhofstraße: „Der direkte Kontakt mit den Menschen hat mir immer viel Freude gemacht.“ In Berlin bewege sie sich heute dagegen eher in einer Blase mit Politikjournalisten und Politikern.

Von Erfurt wechselte sie nach Mainz, heute ist sie in Politikfragen das weibliche ZDF-Gesicht im Hauptstadtstudio: „Natürlich hat Berlin eine andere Größe und eine andere Schlagzahl. Dagegen hat in Erfurt alles ein etwas menschlicheres Maß“, sagt sie lächelnd. Die Entwicklung der Willy Brandt School habe sie immer mit sehr viel Wohlwollen verfolgt und sich über deren Erfolgsgeschichte gefreut: „Sie ist das geworden, was sich die Gründer damals vorgestellt haben“.