Gotha-Sundhausen. Jakob Bittner: Eine Legende des Gothaer Boxbergs. Jetzt ist der Pferdefreund im Alter von 88 Jahren verstorben.

Wer sich mit der Geschichte der Galopprennbahn Gotha-Boxberg beschäftigt, der stößt unwillkürlich auf den Namen Jakob Bittner. Sein Name ist untrennbar mit der Rennsportszene verbunden. Jetzt hat sein Reiterherz aufgehört zu schlagen. Am 20. April ist Jakob Bittner, den viele Pferdefreunde nur unter seinem Spitznamen „Sepp“ kannten, im Alter von 88 Jahren verstorben.

Jakob Bittner hat viele Spuren hinterlassen. Nicht nur als Jockey erwarb er sich Ruhm und Anerkennung, sondern auch als späterer Abwieger der Reiter bei den Pferderennen auf seiner Hausbahn. Schließlich lag diese ja vor den Toren seines Wohnsitzes in Gotha-Sundhausen. Der Boxberg war seit Kindertagen für ihn und seinen Bruder Alexander das Zuhause gewesen. Denn die beiden Brüder wurden von dem Trainerehepaar Milda und Johann Novak als Kinder angenommen und aufgezogen. Durch den täglichen Umgang mit den Pferden wuchs bei Jakob Bittner auch das Interesse für den Rennsport.

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Seine Anfänge machte er mit Kleinpferde- und Bauernrennen. Später wagte er sich an Flach-, Hürden- und Jagdrennen heran und heimste Erfolge ein. Gerne erinnerte er sich an seine größten Erfolge mit seinem Hengst „Mangold“. Achtmal galoppierte er als Sieger über die Ziellinie, davon sogar auf seinem Heimatgeläuf auf dem Boxberg unter großen Beifallsstürmen. An diese Zeit erinnerte er sich gerne, aber auch an seine spätere Zeit als Abwieger in der Waage auf der Rennbahn.

Dort hatte ich erstmals Kontakt mit Jakob Bittner und lernte ihn als einen freundlichen, stets fröhlichen Menschen kennen und immer mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. „Sepp“ Bittner verstand nicht nur etwas von Pferden, sondern konnte auch gut mit Menschen umgehen. Bei den Jockeys und bei den Trainern wurde er respektiert. Was nun bleibt, sind die schönen Erinnerungen.

Seiner Familie und Freunden gilt unser Mitgefühl in dieser schweren Zeit.