Kreis Gotha: Riesenrad soll nur temporär auf dem Großen Inselsberg stehen

Bad Tabarz  Im Frühjahr aber können Schausteller aus Wutha-Farnroda die Attraktion betreiben, wenn die Corona-Situation es zulässt.

Auf dem Großen Inselsberg soll voraussichtlich ab April, wenn es das Corona-Infektionsgeschehen zulässt, ein Riesenrad als Attraktion aufgebaut werden.

Auf dem Großen Inselsberg soll voraussichtlich ab April, wenn es das Corona-Infektionsgeschehen zulässt, ein Riesenrad als Attraktion aufgebaut werden.

Foto: Claudia Klinger

Die Corona-Pandemie bereitet vielen Branchen große Sorgen. Dazu gehören Kulturveranstalter und der Einzelhandel genauso wie das Gastgewerbe. Auch Schausteller können nun schon fast ein Jahr lang kein oder kaum mehr Geld verdienen. Soforthilfen gab es zwar für sie ebenfalls, aber auch diese Unternehmer würden lieber arbeiten.

So hatte Schausteller Fred Hofmann-Jehn aus Wutha-Farnroda mit seiner Frau die Idee, ein neues Riesenrad zu kaufen, um damit auf dem Großen Inselsberg eine Attraktion für Ausflügler zu schaffen und gleichzeitig unabhängig von Volks- und Stadtfesten zu werden.

Vorabsprachen mit dem Grundstückseigentümer sind laut Fred Hofmann-Jehn erfolgt. Der TÜV habe das Gelände geprüft und als geeignet eingestuft. Zurzeit werde das 38 Meter hohe Riesenrad in Holland gebaut. „Die 26 Gondeln haben genügend Abstand zueinander, je eine Familie kann in einer Gondel sitzen, es gibt einen separaten Ein- und Ausgang“, beschreibt der Schausteller aus seiner Sicht die Tauglichkeit auch in Corona-Zeiten. Das 50 Tonnen schwere Fahrgeschäft werde auf vier Laster verladen und voraussichtlich im April vor Ort aufgebaut.

In der Krise wird Schaustellern eine Chance geben

„Ja, dafür ist der derzeitige Parkplatz oberhalb des Abfahrtshangs auserkoren worden, weil die Fläche dort eben und damit am besten geeignet ist“, sagt David Ortmann (SPD), der Bürgermeister von Bad Tabarz. Als temporäre Attraktion hält er das Riesenrad für eine gute Idee. „Denn in dieser Krisensituation ist es wichtig, Schaustellern auch eine Chance zu geben. Außerdem wird dieses Riesenrad nicht nur eines der modernsten und sichersten sein, die es derzeit gibt, sondern schon von der Autobahn 4 zu sehen sein.“

Natürlich könne es nur betrieben werden, wenn es das Infektionsgeschehen und die Verordnungen zulassen. „Das sollte dann zu einer Zeit sein, wenn auch unser Aussichtsturm wieder geöffnet haben kann, damit wir voneinander profitieren“, so Ortmann. Als Dauer-Attraktion sieht der Bad Tabarzer Bürgermeister ein Riesenrad auf dem Großen Inselsberg allerdings nicht, „denn wir wollen den Gipfel mit weiteren naturnahen Angeboten gestalten“.