Jüngste Greizer Schachlöwen am Zug

Greiz  Gastbeitrag: Flynn Meinhardt und Matteo Jentsch punkten bei Thüringen Meisterschaft in Saalfeld

Matteo Jentsch

Matteo Jentsch

Foto: Günter Stuchlik

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Die Thüringer Schach-Meisterschaft der unter Achtjährigen hatte einen Rekordzulauf zu verzeichnen. 44 Jungen und 17 Mädchen aus 15 Vereinen nahmen teil. Jeder Teilnehmer hatte während des Turniers sieben Partien zu absolvieren. Es wurde nach Schweizer System gespielt. Hier treffen stets Gegner mit nahezu gleicher Punktzahl aufeinander. Die Auslosung erfolgte per Computer und berücksichtigte natürlich auch die Farbverteilung. Die Bedenkzeit betrug 75 Minuten. Das ist für Kinder dieses Alters eine lange Zeit.

Greizer Schachlöwen fördern Nachwuchs

Für die Greizer Schachlöwen gingen Flynn Meinhardt und Matteo Jentsch an den Start. Beide sind Schüler der Lessinggrundschule und seit August beziehungsweise November Vereinsmitglieder des Kinder- und Jugendschachvereines. Flynn Meinhardt hatte in kleineren Turnieren schon Erfahrungen gesammelt, während es für Matteo Jentsch das erste in seiner jungen Laufbahn war.

Turnierleiter Roland Schneiderheinze vom gastgebenden Verein MTV 1876 Saalfeld eröffnete das Turnier und gab pünktlich um 8.30 Uhr die Uhren zur ersten Runde frei. Flynn Meinhardt traf mit Schwarz auf Jonas Schöndorfer vom SC Rochade Zeulenroda und konnte seine Partie gewinnen. Matteo Jentsch – ebenfalls mit Schwarz – saß Theodor Kümmerling von der SG Blauweiß Stadtilm gegenüber und konnte ebenfalls einen Punkt einfahren.

Die beiden jungen Greizer mussten im nächsten Spiel gegen Shayne Blasko vom MTV 1876 Saalfeld beziehungsweise Timon Rauh vom SV Schott Jena Lehrgeld zahlen.

Nach dem Mittagessen gewann Flynn Meinhardt mit Weiß gegen Izumi Alessio Möser vom ESV Gera. Carl Brumm vom SC Rochade Zeulenroda musste gegen Matteo Jentsch die Waffen strecken. Flynn Meinhardt besiegte Jakob Emilia Flemming von der TSG Apolda, während Matteo Jentsch gegen Jake Liebold vom SC Rochade Zeulenroda leider den Kürzeren zog. Bereits am ersten Spieltag hatten beide die punktemäßigen Erwartungen erfüllt. Flynn Meinhardt, mittlerweile an Tisch Nummer drei spielend, stand gegen Damian Mattea vom SV Empor Erfurt vor einer unlösbaren Aufgabe. Simon Löffelholz von der GS Leinefelde musste den Punkt an Matteo Jentsch abgeben. Die beiden Greizer hatten nach fünf Runden drei Punkte erreicht. In Runde Nummer sechs traf Flynn auf Carl Held vom Ilmenauer SV und konnte sein Konto um einen ganzen Punkt erhöhen. Matteo Jentsch nahm das Remis­angebot von Finjas Richter von der SG Blauweiß Stadtilm an. In der Schlussrunde unterlag Flynn Meinhardt gegen Lian Meinecke vom SV Empor Erfurt, während Matteo Jentsch gegen Theo Kaul vom SC Rochade Zeulenroda erfolgreich war. Unangefochten wurde Nico Aniol, VfL Gera, mit sieben aus sieben souverän Thüringer Meister der unter Achtjährigen.

Die beiden Jüngsten aus Greiz haben nicht nur punktemäßig hervorragend abgeschnitten und die Erwartungen mehr als erfüllt. Trotz des doch anstrengenden Programmes waren sie außerdem sehr diszipliniert und konzentriert. Den beiden machte das Turnier richtig Spaß.

Das wurde mit dem 11. Platz für Matteo Jentsch und dem 17. Rang für Flynn Meinhardt belohnt. Das Abschneiden der beiden Greizer wurde von der sachkundigen Schlachtenbummlerin Lilly sehr genau verfolgt.

Flynn Meinhardt dürfte damit seine erste Deutsche Wertungszahl (DWZ) erreicht haben. Bei Matteo Jentsch warten wir noch ein bisschen. Schon am kommenden Samstag geht es weiter. Für die Kreiseinzelmeisterschaften der Kinder und Jugendlichen in Triebes wurden über 60 Teilnehmer gemeldet.

Günter Stuchlik ist der ­Vorsitzende der Greizer Schachlöwen.

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