Verwirrung um vermeintlichen Hungerstreik im Knast in Suhl

Suhl.  Ein Gefangener im Hungerstreik - in der JVA Goldlauter soll das seit 15. November der Fall sein. Das Justizministerium dementiert.

Für das Justizministerium ist indes klar, dass es sich bei der Mitteilung der Gefangenengewerkschaftsgruppe um eine Falschmeldung handeln muss.

Für das Justizministerium ist indes klar, dass es sich bei der Mitteilung der Gefangenengewerkschaftsgruppe um eine Falschmeldung handeln muss.

Foto: Marco Kneise / TA

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Ein Sprecher des Thüringer Justizministeriums hat eine Meldung dementiert, wonach ein Insasse der Justizvollzugsanstalt (JVA) Goldlauter sich seit 15. November im Hungerstreik befinden soll. Veröffentlicht wurde diese Nachricht am Dienstag von der Soli-Gruppe Jena der Gefangenengewerkschaft.

„Ein Gefangener der JVA Goldlauter befindet sich seit dem 15. November 2019 im Hungerstreik. Er protestiert damit gegen die in seinen Augen respektlose Behandlung, die er seit seiner Verlegung in die JVA Goldlauter erfährt“, heißt es in der Meldung, die zunächst dieser Zeitung vorlag und später auf der Internetseite der Gruppe veröffentlicht wurde. Der Insasse, so wird weiter beschrieben, beklage sich auch darüber, wie er während des vermeintlichen Hungerstreiks behandelt wird - so heißt es, dass der Anstaltsarzt ihm Medikamente verweigere, die er seit sieben Jahren einnehme. Diese solle er erst wieder bekommen, wenn er den Streik beende.

Für das Justizministerium ist indes klar, dass es sich bei der Mitteilung der Gefangenengewerkschaftsgruppe um eine Falschmeldung handeln muss. „Die Meldung kann nicht bestätigt werden“, schreibt ein Schreiber auf Anfrage. Es habe 2019 bisher keinen Hungerstreik in Thüringer Gefängnissen gegeben.

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