Thomas Ahke (48/parteilos) befindet sich, politisch gesehen, in der Erfolgsspur – als Vorsitzender des Mühlhäuser Stadtrats, als Mitglied der Fraktion aus CDU und Freien Wählern und als Ortsteilbürgermeister von Bollstedt.
Er folgte auf Hagen Lindner (parteilos), der nach drei Amtsperioden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr anetreten ist. „Uns trägt noch die Euphorie unseres Sieges im Bundeswettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘. Wir hoffen, dass das noch ein bisschen anhält“, sagt Thomas Ahke (unsere Zeitung am 2. September).
Denn auch wenn Bollstedt in den vergangenen Jahren viel geschaffen hat: Es ist noch einiges zu tun. Die wesentlichen Aufgaben stehen im Eingliederungsvertrag mit der Stadt Mühlhausen.
Neben Seebach, Höngeda und Grabe ist Bollstedt zu Jahresbeginn nach Mühlhausen gekommen und hat einige Wünsche: Da ist die Schenke, deren Sanierung vor Jahresfrist der Gemeinderat Weinbergens angeschoben hat. Das brandschutztechnische Gutachten steht mittlerweile, „deshalb rechnen wir kurzfristig mit einem Baubeginn“, sagt Ahke.
Dann soll das Haus einen Aufzug bekommen, neue Sanitäranlagen und eine sanierte Fassade. Der Ortsbürgermeister erwartet keinen schnellen Abschluss der Sanierung. Drei, vielleicht auch vier Jahre werden wohl ins Land gehen, bis alles fertig ist, vermutet er. Bollstedt ist eines der wenigen Dörfer, in dem es noch einen aktiven Kneiper gibt.
Straße nach Höngeda infrage gestellt
Das zweite Projekt, das die Bollstedter gern im Haushalt der Stadt Mühlhausen platzieren möchten, ist die Sanierung der Engen Gasse. Sie ist ein wichtiger innerdörflicher Verbindungsweg, auf dem die Platten aber schon um viele Zentimeter auseinander gedriftet sind.
Um Großprojekt Nummer drei kümmern sich die Bollstedter zu großen Teilen selbst. Es ist der Spielplatz, für dessen Neugestaltung eigens ein Förderverein gegründet wurde. Im September will man das zentrale Baumhaus aufstellen. Zudem habe die Stadtverwaltung angekündigt, die Balkenschaukel wieder aufstellen zu wollen.
Und dann sind da noch die 15.000 Euro, die Prämie aus dem Sieg im Bundes-Zukunftswettbewerb der Dörfer. Im Ortsteilrat will man sich in der kommenden Woche darüber verständigen und die Vereine nach ihren Wünschen befragen.
In den nächsten Tagen sollen dann auch die Willkommensschilder an den Ortseingängen erneuert werden. Eine Versteigerung der alten Schilder hatte das Geld dafür erbracht. Auf den neuen Schildern will man dann auf den Wettbewerbssieg hinweisen. Ob Bollstedt in den nächsten Jahren ein Dorf mit einer Durchfahrtsstraße bleibt, das stellte Ahke infrage. Mit dem Bau der Ortsumgehungen von Mühlhausen und Höngeda wird die alte Ortsverbindung nach Höngeda verschwinden.
Derzeit ist noch geplant, eine neue Straße zu bauen. „Wir müssen uns im Ortsteilrat dazu positionieren, ob wir das wollen. Schließlich führt die Straße direkt am Vereinshaus und auch am Spielplatz vorbei“, meint Ortsbürgermeister Ahke.
Claudia Bachmann


