Gastronomisch hat der Unstrut-Hainich-Kreis einiges zu bieten. Das honorierten auch unsere Leser im Heimatcheck. Auf die Frage, wie zufrieden die Menschen mit dem gastronomischen Angebot im Landkreis sind, vergaben sie die Gesamtnote 3,5 – zusammen mit Weimar ist das das beste Ergebnis thüringenweit.

Weitere Check-Ergebnisse:

Laut Umfrage lässt es sich in Mühlhausen am besten speisen. Dort vergaben unsere Leser die Note 2,9. Das Angebot in der Kreisstadt ist vielfältig – für jeden Geschmack ist etwas dabei: von der traditionellen Thüringer Küche im Brauhaus zum Löwen oder im Puschkinhaus, über die gehobene Küche in der Bürgermeisterei bis hin zu Burgern aus dem Cheers oder Swing. Wer es exotisch mag, kommt bei diversen chinesischen, indischen, griechischen oder italienischen Restaurants auf seine Kosten. Zudem gibt es mit dem Puro, dem Café Cabana und der Wunderbar gleich mehrere Möglichkeiten, abends einen Cocktail trinken zu gehen.

Auch in Bad Langensalza sind die Möglichkeiten vielfältig. So sind zum Beispiel das Harth-Haus, die Ratswaage, die Schlemmerei und das Manolo immer gut besucht. Für die Kur- und Rosenstadt und das Umland vergaben unsere Leser die Note 3,7.

Zum Umland zählen unter anderem auch Bad Tennstedt und Schlotheim. Und schon dort machen sich die ländlichen Probleme bemerkbar. Viele Möglichkeiten zum Essengehen gibt es nicht. Und während die kleineren Städte im Landkreis zumindest noch ein schmales gastronomisches Angebot anbieten können, gehen die meisten Dörfer in der Region leer aus.

So bewerten Leser und Leserinnen den Landkreis zum Thema Gastronomie.
So bewerten Leser und Leserinnen den Landkreis zum Thema Gastronomie.© Andreas Wetzel

Zwar haben viele von ihnen noch eine Dorfschenke, aber meistens keinen Betreiber mehr dazu. Viele Dörfer suchen schon seit Monaten oder Jahren nach einem passenden Gastronomen, die Dorfschenken aber sind für Gastwirte kaum noch interessant. Geregelte Öffnungszeiten hat unter anderem Schills Schenke in Weberstedt und der Imbiss am Unstrutradweg in Nägelstedt.

Mit der Note 4,6 schnitt die ländliche Region um Mühlhausen am schlechtesten ab. Auch dort ist das Dilemma um die Gastronomie sichtbar. Die Gemeindeschenken weitgehend geschlossen – Langula und Niederdorla suchen nach einem Wirt für die gemeindeeigene Wirtschaft. Mit Folgen auch für das Vereinsleben. Ausschank und Bewirtung müssen, wie zum Liederabend und zum Fasching in Niederdorla, die Vereine selbst übernehmen.

Oberdorla ragt aus der sterbenden Dorf-Gastronomie

Inmitten der Landschaft der sterbenden Dorf-Gastronomie ragt allerdings Oberdorla mit seinem Haus Vogtei und der Hotel-Gastronomie in der Marktmühle heraus.

Düster sieht es in anderen Dörfern aus. In Struth sind die Gaststätten geschlossen, die Gemeinde Unstrut-Hainich sucht einen Wirt für das Bürgerhaus in Großengottern. Lengenfeld/Stein hat zumindest noch einen Restaurant-Betrieb im Bahnhof. Große Ausnahme: Im kleinen Heroldishausen hält sich die Gastronomie.

Betroffen sind auch die Regionen, die von auswärtigen Gästen besucht werden: Seebach, Wendehausen, Faulungen, Hildebrandshausen. HeyerodesAlter Bahnhof ist ein Aushängeschild, in der zweiten Wochenhälfte ist auch der Eichsfelder Fleischer geöffnet – beide bieten Übernachtungsmöglichkeiten.