Zu cool für Corona

Klaus Wuggazer hält im Beruf Tiefsttemperatur

Klaus Wuggazer

Klaus Wuggazer

Foto: Daniel Volkmann

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Überall dabeisein, aber nie dazugehören. Das ist die oberste Prämisse, die einst der große Tagesthemen-Meister Hajo Friedrichs für Journalisten ausgab. Immer cool bleiben ist also Berufsstandard, egal, welcher Wahnsinn um uns herum tobt. Und ausgerechnet jetzt, wo ein Virus viral geht wie noch keins zuvor, wurde mir ohne eigenes Zutun amtlicherseits bestätigt, dass ich sogar außergewöhnlich cool bin.

Und das kam so: Zur Kreisausschusssitzung am Mittwoch in der Berufsschule wurden Abgeordnete und Gäste nach den hohen Regeln des Ansteckungsschutzes vor dem Eintritt in den Raum erfasst, zu ihrem Vorleben und Symptomen befragt und auf Wunsch mit Maske versorgt – auf die ich mit Rücksicht auf die knappen Kreisfinanzen (eins meiner großen Themen) dankend verzichtete. Auch die Temperatur sollte von allen genommen werden. Meine kühle Stirn allerdings brachte das digitale Thermometer zum finalen Totalabsturz, trotz Batteriecheck, Neustart und Zweitversuch. Die nachfolgenden Gäste blieben temperaturbezogen unvermessen.

Während der Landrat spaßig sofort die Presse der Sabotage an Kreiseigentum bezichtigte, hielt ich dem meinen dank des eingeschalteten Berufsmodus’ extrem kühlen Kopf entgegen. Hajo Friedrichs wäre stolz auf mich.

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