Niedersachswerfen. Der Harztor-Lauf in Niedersachswerfen erweist sich wieder einmal als ein Höhepunkt der Saison. Nächstes Jahr ist eine Marathon-Premiere geplant.

Die Landschaft ist top, die Strecke anspruchsvoll, die Organisation perfekt. Wenn Freizeitsportler derart ins Schwärmen geraten, dann haben sie am Harztor-Lauf teilgenommen. Der Sachswerfer Gastgeber-Verein hat auch dieses Jahr – zum neunten Mal – einen rundum niveauvollen Volkslauf veranstaltet. Hundert freiwillige Helfer tragen zum Gelingen bei. Und wenn auch eine Ärztin ihren Sonntag als Streckenposten verbringt, dann ahnt man, wie engagiert viele Harztor-Bewohner in ihren Ehrenämtern sind.

Sportlich kann sich der Lauf ebenso sehen lassen. 547 Freizeitsportler sind diesmal an den Start gegangen. 106 von ihnen meistern die Königsdisziplin – den Halbmarathon, der in Wahrheit 22,1 Kilometer lang ist, von Sophienhof nach Niedersachswerfen. Bei kühlen vier Grad Celsius beginnt der Lauf im Harz. Der Sieg geht nach Sömmerda. Daniel Greiner (M 35) triumphiert nach einer Stunde und 24:30 Minuten. Der Eichsfelder Chris Kroll (1:27:19 h) freut sich über den zweiten Rang. Alle anderen Plätze in den Top 10 belegen Südharzer. Der Nordhäuser Titelverteidiger Arwed Paul Meinert ist Dritter. Ihm folgen Thomas Münster (Sollstedt), Martin Knape (Nordhausen) und Sebastian Hartmann (Hesserode).

Thomas Münster schaut zufrieden auf sein Ergebnis. Aus einer „harten Trainingswoche“ heraus ist er den Lauf angegangen. Erstmals startet der 46-Jährige beim Harztor-Halbmarathon – voller Respekt vor dem Kurs. Hier käme es auch sehr auf das richtige Einteilen der Kräfte an, ahnt der Sollstedter schon vor dem Lauf. „Bereits die ersten vier Kilometer sind wichtig“, sagt er. Wer sein Pulver zu früh verschießt, bekommt auf den mehr als 400 Höhenmetern Probleme. Als Scharfrichter gilt der Ilfelder Poppenberg.

Sarah Jakob vom LTV Obereichsfeld läuft einen neuen Frauen-Streckenrekord im Halbmarathon.
Sarah Jakob vom LTV Obereichsfeld läuft einen neuen Frauen-Streckenrekord im Halbmarathon. © Christoph Keil

Schnellste Frau ist die Eichsfelderin Sarah Jakob. Der 28-Jährigen gelingt sogar ein neuer Streckenrekord: 1:46:54 h. Auch die Zweitplatzierte – Janine Skara (W 35) aus Nordhausen – bleibt mit 1:48:51 h unter der bisherigen Bestzeit. Mit Nicole Korleck (W 45) erkämpft sich eine weitere Nordhäuserin Bronze.

Das Acht-Kilometer-Rennen von Ilfeld nach Niedersachswerfen gewinnt Louis Illiger aus Braunschweig nach 30:31 Minuten. Der 18-Jährige hatte vor zwei Wochen auch schon den Ellricher Stadtwaldlauf dominiert. Mit Thilo Kühne und Laurent Winzler spurten zwei Nordhäuser als Nächstplatzierte ins Ziel. Christian Rehberg aus Wollersleben ist Vierter.

Bei den Frauen ist das Podium komplett in Nordhäuser Hand. Lenka Krist (37:11 min) siegt vor Klara Schulze und Marleen Kotschenreuther.

Der neunte Harztor-Lauf ist Geschichte, der zehnte steht schon vor der Tür. Bereits ab Juni können sich die Läufer für den 5. Mai 2024 anmelden. Da es ein Jubiläum ist, legen die Veranstalter noch eine Schippe mehr drauf.

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Neben dem Bewährten erlebt der Harztor-Marathon seine Premiere. Der Start soll in Niedersachswerfen sein. Von hier geht es nach Harzungen und weiter zur Nordhäuser Talsperre bei Neustadt. Dort soll die Strecke über die Staumauer führen. Bei Ilfeld mündet der Marathon in die Halbmarathonstrecke. Der Weg ins Ziel folgt dann der gewohnten Route. „Wir sind gespannt, wie unser Angebot angenommen wird“, blickt Vereinschef Dirk Wackerhagen voraus.