Experten beraten in Nordhausen zu Kinderschutz

Claudia Erhardt-Weißenborn (Hochschule  Nordhausen), Christin John (Netzwerk- und Koordinierungsstelle Frühe Hilfen), Carolin Roth, Professor Armin Sohns, Carsten Nöthling und Jana Urbanek (alle Hochschule, von links) nahmen an der Kinderschutzkonferenz in Nordhausen teil.

Claudia Erhardt-Weißenborn (Hochschule  Nordhausen), Christin John (Netzwerk- und Koordinierungsstelle Frühe Hilfen), Carolin Roth, Professor Armin Sohns, Carsten Nöthling und Jana Urbanek (alle Hochschule, von links) nahmen an der Kinderschutzkonferenz in Nordhausen teil.

Foto: Christin John

Nordhausen.  Eine Konferenz an der Nordhäuser Hochschule widmet sich dem Thema „Stärken der Kinder stärken“.

Über 150 Fachkräfte haben kürzlich an einer Kinderschutzkonferenz zu dem Thema „Psychische Widerstandskraft – die Stärken der Kinder stärken“ teilgenommen. Der Kreisjugendring Nordhausen als Projektträger der Frühen Hilfen hatte mit der hiesigen Hochschule und dem Landkreis diese siebte Auflage organisiert.

„Themen wie Resilienz und psychische Gesundheit von Kindern und jungen Menschen sind bedeutsame Parameter in der pädagogischen Arbeit geworden“, so Christin John vom Kreisjugendring. Kinder benötigten Vertrauen, Stabilität, sichere Bindungen und Gemeinschaft, um zu wachsen und um Fähigkeiten und Fertigkeiten auszuprägen. Ziel der Fachtagung war es, Akteuren in den Bereichen Kinderschutz und Frühe Hilfen für die Thematik zu sensibilisieren.

Mit dem Eröffnungsvortrag „Was Kinder stärkt – Kindliche Resilienz im Alltag fördern“ gab Carsten Nöthling, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Thüringen, einen Ein- und Überblick über Resilienzentwicklung, -förderung und -forschung von Kindern. Danach referierte Carolin Roth über „Bindungsorientierte Beziehungsgestaltung im professionellen Kontext“. Die Therapeutin erläuterte: „Bindung und Zugehörigkeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen: Ohne einen Gegenüber kann sich keine persönliche Identität herausbilden. Daher ist Bindungssicherheit auch ein entscheidender Faktor, der mit darüber entscheidet, ob und in welchem Ausmaß ein Kind oder Jugendlicher vom Bildungsangebot profitieren kann.“ Final stellte Professor Armin Sohns, Leiter des Kompetenzzentrums frühe Kindheit an der Hochschule Nordhausen, das Modellprojekt „Inklusive Frühförderung“ vor.