Grünabfall- und Sperrmüllentsorgung im Landkreis Nordhausen wird künftig bequemer

Kristin Müller
| Lesedauer: 2 Minuten
Spatenstich für den Wertstoffhof: Landrats-Beigeordneter Dirk Schimm (parteilos), Nordhausens Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD), Südharzwerke-Geschäftsführer Thomas Mund, Landrat Matthias Jendricke (SPD), Kathrin Materlik, Fachgebietsleiterin Abfallwirtschaft im Landratsamt, Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Salomon, Planer Karsten Tölle und Bauunternehmer Silvio Wagner (von rechts)

Spatenstich für den Wertstoffhof: Landrats-Beigeordneter Dirk Schimm (parteilos), Nordhausens Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD), Südharzwerke-Geschäftsführer Thomas Mund, Landrat Matthias Jendricke (SPD), Kathrin Materlik, Fachgebietsleiterin Abfallwirtschaft im Landratsamt, Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Salomon, Planer Karsten Tölle und Bauunternehmer Silvio Wagner (von rechts)

Foto: Kristin Müller

Nordhausen.  Die Südharzwerke bauen einen neuen Wertstoffhof für 3,5 Millionen Euro. In etwa einem Jahr soll alles fertig sein. Zum Nutzen der Bürger.

Die Erdarbeiten sind längst im Gang, Experten suchen das Gelände hinter dem Stadtwerke-Betriebshof jenseits der Robert-Blum-Straße nach alter Munition ab. Schon in knapp zwei Wochen sollen die Arbeiten für die Bodenplatte des geplanten Neubaus folgen. Es ist ein symbolischer Spatenstich für den neuen Wertstoffhof, zu dem die Südharzwerke am Dienstag einladen.

Bis Juli nächsten Jahres werden 3,5 Millionen Euro investiert. Die Ingenieurgemeinschaft Gebrüder Tölle hat geplant, bauen wird das Nordhäuser Unternehmen Waresa Bau. „Zu einem festen Preis, egal wie sich die Preise entwickeln“, lobt Landrat Matthias Jendricke (SPD). Landkreis und Stadt Nordhausen sind beide Gesellschafter der Südharzwerke.

Dessen Geschäftsführer Thomas Mund spricht von einem „wegweisenden Projekt“, entstehe nun doch für den Südharz eine zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Abfall. Private Anlieferer werden diesen hier künftig bequemer und zu großzügigeren Öffnungszeiten los als zurzeit auf dem Stadtwerke-Betriebshof. Zudem mietet sich in das neue Verwaltungsgebäude auch das Fachgebiet für Abfallwirtschaft des Landkreises ein, das unter anderem für die Abfallgebühren zuständig ist. Mit den Mitarbeitern der Südharzwerke arbeiten sie damit „Tür an Tür“.

Der Landkreis soll Vorbild für andere werden, so Mund. Es gelte, Ressourcen bestmöglich zu trennen, um den ökologischen Fußabdruck zu senken. Luft nach oben gibt es: So fehlt auf dem Betriebshof aktuell schlicht der Platz, um Bauabfälle zu trennen in verschiedene Fraktionen wie Ziegel, Betongemische, Gipsabfälle. Das Platzproblem löst sich, zieht die Grünannahmestelle und die Sperrmüllanlieferung erst einmal um.

Auch weitere Ideen gibt es für den Wertstoffhof: So soll beispielsweise eine Bücherstube entstehen: „Bücher müssen doch nicht gleich weggeworfen werden“, so Mund.

Dank Photovoltaik auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes und Nahwärme vom benachbarten Biomasse-Heizwerk entspreche der Wertstoffhof dem besten energetischen Standard, so Karsten Tölle.