Hunderten Kindern die ersten Ballett-Schritte gelehrt

Nordhausen.  Seit 25 Jahre gibt Tanzpädagogin Louiza Radeva ihren Traum vom Tanzen weiter. Choreographien sind feste Größen zu Stadtfesten in Nordhausen.

Louiza Radeva in ihrem Nordhäuser Tanzstudio. Seit 25 Jahren gibt die Tanzpädagogin ihre Kenntnisse an Jungen und Mädchen in Nordhausen und Sondershausen weiter.

Louiza Radeva in ihrem Nordhäuser Tanzstudio. Seit 25 Jahren gibt die Tanzpädagogin ihre Kenntnisse an Jungen und Mädchen in Nordhausen und Sondershausen weiter.

Foto: Marco Kneise

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Für viele ist es ein Traum, Ballett zu tanzen. Einmal in einer Aufführung von „Schwanensee“ oder dem „Nußknacker“, die der Inbegriff der Ballettkunst sind, sich der mythischen Traumwelt von Schönheit, Eleganz und Anmut hingeben, so dass Kinder- wie auch Erwachsenenherzen höher schlagen.

Für Louiza Radeva zeichnete sich dieser Wunsch schon früh ab. Immer wenn sie als junges Mädchen Musik im Radio hörte, fing sie an zu tanzen. „Für meine Mutter das Zeichen, mit mir gemeinsam einmal eine Ballettschule zu besuchen“, so die gebürtige Bulgarin, der daraufhin Talent bescheinigt wurde. Sodann bewarb sie sich mit neun Jahren an der einzige Ballettschule des Landes in Sofia und wurde sofort genommen, obwohl es jährlich nur 20 Plätze gab. „Von da an habe ich gewusst, ich werde Tänzerin, egal was passiert“, erinnert sich Louiza Radeva mit strahlendem Gesichtsausdruck. Nach Abschluss ihrer beruflichen Ausbildung als Primaballerina führte ihr Werdegang von Bulgarien nach Belgien und schließlich nach Nordhausen, wo sie ihren Traumberuf von 1990 bis 1995 im Ballettensemble des Nordhäuser Theaters lebte.

Doch ein zweiter Traum erfüllte sich, denn sie wurde Mama einer Tochter, so dass sie die Entscheidung treffen musste, ob Familie oder Karriere Priorität hat. Geschickt verband sie beides, indem sie sich vor genau 25 Jahren selbstständig machte und in der Aula der Sondershäuser Käthe-Kollwitz-Grundschule ihre neue Karriere als Tanzpädagogin begann, da sie an den verschiedensten Häusern im In- und Ausland reichlich Erfahrung sammelte, die immer mehr Tanzinteressierte erwerben wollten.

1998 bezog Louiza Radeva mit ihrer noch jungen Tanzschule neue Räumlichkeiten im Sondershäuser Schloss. 2006 folgte die Eröffnung des eigenen Tanzstudios Am Alten Tor in Nordhausen, wo mit entsprechenden Böden, Spiegelwänden und Ballettstangen ausgestatteten Räume allen Tanzbegeisterten zur Verfügung stehen.

Blickt sie heute auf die Zeit zurück, haben hunderte von Kindern ihre ersten Schritte im Takt der Musik gelernt, wurden etliche Tropfen Schweiß im Training auf die Vorbereitung auf verschiedenste Auftritte vergossen, wurden viele Meter Band nach den ersten stolzen Übungsstunden auf Spitzenschuhen an unzähligen Kinderfüßen verschnürt, konnten vielfältige Choreographien bewundert werden und wurden zahlreiche hübsche Kostüme und Accessoires in den Fundus des Tanzstudios aufgenommen. Zudem ist Louiza Radevas Tanzstudio mit seinen Tanzschülern nicht nur zu den verschiedenen Stadtfesten in den Programmen eine feste Größe für Nordhausen und Sondershausen geworden, ihre jährlichen Ballettmärchen zum Jahresende locken mit vielfältigen Aufführungen viele Zuschauer in die Kultureinrichtungen. Zuletzt stellten die Tanzschüler ihr Können bei zwei Aufführungen des Nußknackers im Großen Haus des Nordhäuser Theaters unter Beweis.

Gefeiert wird das 25-jährige Bestehen natürlich auch. Neben einer Jubiläumswoche, die am 13. Januar beginnt und mit zahlreichen neuen Kursen mit Tanzlehrerin Tina Geßner aufwartet, gibt es am 19 Januar um 16 Uhr die dritte und letzte Aufführung des Nußknackers im Nordhäuser Theater.

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