Interview der Woche mit Wacker-II-Trainer : „Nils hängt noch ein Jahr dran“

Nordhausen  Trainer Philipp Seeland will Wacker Nordhausen II wieder ins obere Drittel der Oberliga führen. A-Junioren rücken auf.

Das Trainer-Trio von Wacker Nordhausen II (von links): Co-Trainer René Taute, Cheftrainer Philipp Seeland und der neue Assistenztrainer Torsten Klaus

Das Trainer-Trio von Wacker Nordhausen II (von links): Co-Trainer René Taute, Cheftrainer Philipp Seeland und der neue Assistenztrainer Torsten Klaus

Foto: Michael Liedke

Mit Platz fünf lieferte Wacker Nordhausen II als Aufsteiger eine prima Leistung in der Oberliga Süd ab. Doch die wichtigste Aufgabe der Reserve bleibt die Ausbildung der jungen Spieler und die Spielpraxis für die Anschlusskader der Regionalliga-Mannschaft. Der 29 Jahre alte Trainer Philipp Seeland hat diese Aufgaben in den letzten drei Jahren gut gelöst. Doch er hat noch neue Ziele.

Kann Wackers II den fünften Platz in der Oberliga vielleicht noch einmal verbessern?

Der Tabellenplatz ist für eine U23 nicht so wichtig. Es wäre aber schön, wenn wir den Erfolg wiederholen könnten. Das ist eine Herausforderung. Denn diesmal haben wir ein viel jüngeres Team. Zehn A-Junioren rücken in die Oberliga auf. Aber sie sind alle richtig heiß darauf.

Wer sorgt für die Erfahrung?

Nils Pfingsten-Reddig hängt noch ein Jahr dran. Mit 37 ist er noch unglaublich fit und geht als unser Alpha-Wolf mit Kapitän Marcus Vopel voran. Mit Sailer, Kauffmann und Fluß haben wir erfahrene Profis verloren. Jetzt sind neben Nils und Marcus Felix Schwerdt in seinem letzten U23-Jahr und Jonas Ernst die Anführer im Team. Dazu kommen die Profis, die keinen Platz im Kader der Ersten finden.

Wer steht im Tor?

Unser Torwart bleibt Lucas Treiber. René Gurniak haben wir jetzt verabschiedet. Er hat beruflich nicht mehr die Zeit für das viele Training. Aber aus dem Profi-Kader werden Jokanovic oder Guderitz immer wieder Spielpraxis bekommen.

Vorige Woche war Trainingsstart. Los geht es am 4. August in Luckenwalde. Ist die Saisonvorbereitung zu kurz?

Ein bisschen schon, denn die A-Junioren brauchen nach der Relegation noch Erholung. Sie steigen erst nächste Woche ein. Allerdings benötigen sie keine große Findungsphase, denn wir trainierten schon die letzten Jahre immer zwei, drei Mal die Woche gemeinsam. Da konnten sie sich an die höheren Geschwindigkeiten schon mal gewöhnen.

Sind Sie stolz auf die Entwicklung des Nachwuchses?

Ich freue mich, dass sie die Chance bekommen, oben reinzuschnuppern. Wie Schneider, Kirchner und jetzt Dörnte und Gümpel. Vorher trainierten auch Liese und Schwerdt schon mit den Profis. Und jetzt wollen die A-Junioren probieren, wie weit sie bei uns kommen.

Gab es eigentlich schon Anfragen von anderen Vereinen an den Trainer Seeland?

Wenn, dann würde ich es hier nicht sagen. Doch ich bleibe dabei, ich fühle mich wohl hier mit diesem Projekt, das noch nicht zu Ende ist. Schließlich steht der Aufstieg der A-Junioren noch aus. Wichtig ist, das wir alle hier sehr eng gut zusammenarbeiten. Heiko Scholz hält die Türen für den Nachwuchs weit offen. Ich möchte jetzt den Elitetrainerschein machen und mich auch als Trainer weiterentwickeln. Ich bin ja erst 29 Jahre alt.

Der Saisonstart ist hart?

Klar mit Luckenwalde, Krieschow, Oberlausitz und Inter Leipzig. Da wird es nicht einfach, gleich wie im Vorjahr viele Punkte zu sammeln. Die Liga ist mit den ambitionierten Neulingen Martinroda, Grimma und Merseburg sehr ausgeglichen. Da müssen auch wir immer mal auch nach hinten blicken.

Wer sind ihre Ligafavoriten?

Luckenwalde, die sich aber in der Vorsaison an uns die Zähne ausgebissen haben. Sicher Oberlausitz, die freiwillig abgestiegen sind. Eilenburg hat eine sehr gute Elf und auch mit Inter Leipzig ist zu rechnen, selbst wenn sie ihren langjährigen Trainer Backhaus als Sportdirektor an Koblenz verloren haben.

Wo wird getestet?

Zuerst am 18. Juli in Wernigerode bei Tino Semmer. Dann geht es noch gegen Hildesheim, Sangerhausen, Bad Frankenhausen und Heiligenstadt.

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