Nordhausens neue „Platte“

Nordhausen.  So schnell wie zu DDR-Zeiten, aber qualitativ viel besser: Im Gumpetal entstehen zwei Mehrfamilienhäuser. Der Grundstein wurde am Mittwoch gelegt.

Eine Kapsel voller Zeitdokumente, wie zum Beispiel eine TA, verschwand im Grundstein.

Eine Kapsel voller Zeitdokumente, wie zum Beispiel eine TA, verschwand im Grundstein.

Foto: Kristin Müller

Rund sieben Millionen Euro investiert die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) im Gumpetal, um auf dem früheren Schulsportplatz in zwei Dreigeschossern 30 Wohnungen entstehen zu lassen: die im Erdgeschoss behindertengerecht, die in den Obergeschossen barrierefrei. Schon im Herbst 2020 sollen die Mieter einziehen können.

Und das, obwohl die ersten Ideen für das Projekt erst im Sommer vergangenen Jahres aufkamen, erinnert SWG-Chefin Inge Klaan. Möglich ist das durch das serielle Bauen. Das Unternehmen Goldbeck hat für Planung und Bau den Zuschlag bekommen - und zwar im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Die Fertigteile entstehen in einem Chemnitzer Betonwerk, erklärt Goldbeck-Geschäftsführer Duft. Kommen diese auf die Baustelle, werden die Außenwände schon eingebaute Fenster haben, die Innenwände die für die Elektroinstallation nötigen Leerrohre und -dosen besitzen. Die Bäder entstehen komplett im Werk, werden quasi nur noch vor Ort eingebaut.

Mit dem seriellen Bauen erreiche man Baukosten von etwa 2300 Euro pro Quadratmeter, so Klaan – beim konventionellen Bauen würden die etwa 2800 Euro betragen. Letztlich sei so ein Quadratmeter-Mietpreis „unter acht Euro“ möglich. Erste Voranmeldungen von Interessenten gibt es bereits.

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